Die digitale Transformation – ein Miteinander...
 

Die digitale Transformation – ein Miteinander von Mensch und Maschine

Christian Koch

Das Miteinander von Mensch und Maschine bei der laufenden digitalen Transformation von Services und Produkten stand im Mittelpunkt des Watson Summit der IBM in Wien.

Mit der Digitalisierung ändern sich Geschäftsmodelle, Produkte und Kommunikation. Das Internet of Things entwickelt sich immer mehr zu einem Internet of Service, mit neuen Technologien erzeugen wir eine digitale Kopie der Welt. Die Bedeutung der menschlichen Entscheidungsfindung im Umgang automatisierten Unterstützungsleistungen durch die Maschinen stand dabei im Zentrum der Vorträge und Diskussionen. Internet of Things, Künstliche Intelligenz, Cognitve Technology – diese Buzzwords prägten die Diskussion unter mehr als 400 TeilnehmerInnen beim diesjährigen IBM Watson Summit im Wiener Museumsquartier. Schon heute produziert jeder Mensch weltweit täglich 600 bis 700 Megabyte an Daten – bis 2020 sollen es bereits 1,5 Gigabyte sein. Wie aber können Menschen in diesem täglich dichter werdenden Datendschungel möglichst schnelle und zugleich fundierte Entscheidungen treffen? Unterstützung liefern kognitive Systeme.

Das kognitive System IBM Watson wurde entwickelt, um Menschen zu helfen, ihre täglichen Aufgaben besser zu bewältigen. So werden binnen eines Wimpernschlags Milliarden von unstrukturierten Daten geordnet und analysiert, und die Basis zur Entscheidungsfindung geschaffen. „Bei kognitiven Lösungen geht es immer um ein Miteinander von Mensch UND Maschine. Das System ist nur so gut, wie es vom Experten trainiert wurde. Und am Ende liegt die Entscheidung immer beim Menschen“, erklärte Patrica Neumann, Generaldirektorin von IBM Österreich.

Aus diesem Grund hat sich die IBM zu drei Prinzipien im Umgang mit kognitiven Lösungen verpflichtet. Bei jeder Lösung gibt es zuerst einen klar definierten Zweck für den Einsatz der Technologie. Zweitens braucht es vollständige Transparenz, um nachvollziehen zu können, welche Fakten einer Handlungsempfehlung zugrunde liegen. Und drittens muss der Nutzer entsprechende Skills im Umgang mit der neuen Technologie haben.

Daten sind die neue Währung – Alle Daten gehören dem Kunden
Ein bedeutender Schlüssel zum Erfolg werden in Zukunft die Entscheidungen für die richtige Architektur in punkto Data, Cloud und Künstlicher Intelligenz sein. „Wir wissen heute: Die Cloud-Plattform als Basis in Kombination mit Cognitive Computing ist der Weg, um Daten in Erkenntnisse zu verwandeln, um die Wettbewerbsvorteile Ihres Unternehmens zu schärfen“, so Neumann.

„Daten sind die neue Währung – das Marktpotenzial ist enorm. Aber das Geschäftsmodell muss klar sein: Die Daten und die Erkenntnisse aus den Daten gehören den Kunden, sodass die Kunden die Wissensvorteile nutzen können, um ihre Angebote zu verbessern. Wir werden mit unseren Kunden zusammenarbeiten und ihre Daten und Erkenntnisse zu schützen“, betont die Generaldirektorin der IBM Österreich.

Hochkarätige Kundenvorträge, Keynotes und Panel Diskussionen
Zu den Themen Architecting Disruption und Reinventing Industries zeigten parallel auf zwei Bühnen hochkarätige Kundenvorträge und Diskussionen Beispiele für erfolgreichen Einsatz von kognitiven Systemen. Dietmar Böckmann, ErsteGroup, demonstrierte beispielsweise, wie die ErsteGroup bereits Maschine Learning bei internen Chatbots für Mitarbeiterservices oder zur Fraud Detection einsetzt. Rainer Steffl, CIO von Mondi erläuterte den umfassenden Digitalisierungsprozess, bei dem mit intensivem Prototyping nun neue Lösungen für Prozessautomatisierung, Customer Experience sowie die Erschließung neuer Geschäftsmodelle entwickelt werden. 

[Red.]
stats