Der Stellenwert von Marketing im digitalen Z...
 

Der Stellenwert von Marketing im digitalen Zeitalter

ROLAND PELZL
Vertriebsstelle oder strategisches Instrument? Diese und mehr Fragen sollen am 10. November im Design Center Linz beantwortet werden.
Vertriebsstelle oder strategisches Instrument? Diese und mehr Fragen sollen am 10. November im Design Center Linz beantwortet werden.

Beim 34. Marketing Forum Linz beleuchten Experten aus unterschiedlichen Bereichen die Rolle von Marketing für den Unternehmenserfolg – wie etwa bei der weltweiten Marketingstrategie von Kreisel Electric.

Dieser Artikel ist zuerst in der Print-Ausgabe des HORIOZONT, Nr. 45, erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Marken, Märkte und Moneten. So das Motto des diesjährigen Marketing Forum Linz am 10. November im Design Center Linz. Das Thema: Welcher Stellenwert kommt Marketing in Unternehmen heutzutage zu – ist es bloß als Teil des Vertriebs angesiedelt oder vielmehr strategisches Instrument der Unternehmensführung? Die These: Starke Marken und ganzheitliche Marketingkonzepte nehmen auch im digitalen Zeitalter eine entscheidende Rolle ein. 

„In vielen Unternehmen hat das Marketing an Bedeutung verloren und ist zu einer bloßen Stabstellenfunktion für den Vertrieb geworden“, resümiert Johannes Artmayr, Präsident des Marketing Forum Linz. „Das Internet, neue Medien, soziale Plattformen und andere Formen der Kommunikation haben die gesamte Marketinglandschaft nachhaltig verändert.“ Dass trotz alledem immer noch jene Erfolg hätten, die das Marketing als ein strategisches Unternehmensführungsinstrument sehen, würden Beispiele wie Apple, Nespresso, Tesla oder Red Bull verdeutlichen.

‚Produkt ist das beste Marketing‘

Markus Kreisel, Geschäftsführer und Eigentümer von Kreisel Electric, konnte als einer der Referenten gewonnen werden. Nämlich darüber, wie es einem kleinen Technologieunternehmen gelingen kann, im weltweiten Spitzenfeld anerkannt zu werden. Mit dem Batteriefertiger Kreisel Electric hat Referent Markus Kreisel 2014 mit seinen Brüdern Johann und Philipp ein Unternehmen gegründet, mit dem er nun ins Ausland expandieren möchte. Bei der Kommunikation liege der Fokus darauf, die globale Technologie- und Innovationsführerschaft in ihrem Bereich „auch um die entsprechende Themenführerschaft zu ergänzen“, wie Markus Kreisel HORIZONT erklärt. Andererseits wolle er die Marke Kreise Electric als Solution Provider positionieren, „um so eine optimale Basis für unsere internationalen Business Development- und Vertriebsaktivitäten schaffen zu können.“ In der ersten Unternehmensphase habe das Produkt mit seinen Differenzierungsmerkmalen noch für sich selbst gesprochen. Nun stehe man jedoch vor der Aufgabe, die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologie in einer Vielzahl von Märkten und Industrien erfolgreich zu positionieren. Mit ein Grund, warum die Kreisel-Brüder vor einigen Monaten den ehemaligen Serviceplan-Austria-Geschäftsführer André Felker als ihren Chief Marketing Officer an Bord holten. Im Zentrum stehe aber laut Kreisel nach wie vor das Produkt: „Noch nie war die Welt so transparent wie heute, noch nie konnten Falschinformationen so schnell entlarvt werden wie in der gegenwärtigen Zeit und somit war die Verpflichtung zu Authentizität noch nie höher. All das kommt uns sehr entgegen, denn das beste Produkt ist immer noch beziehungsweise vielleicht sogar mehr denn je das beste Marketing“, so Kreisel. 

Als weitere Speaker beim Marketing Forum Linz: Stefan Mennerich, Direktor Medien, Digital und Kommunikation des FC Bayern München, Frank T. Piller, Professor für Technologie- und Innovationsmanagement an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, Georg Pölzl, Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor der Österreichischen Post, und Schauspieler Peter Simonischek, bekannt als Burgtheater-Schauspieler, Jedermann und „Toni Erdmann“. 
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