Dentsu-Studie: Ambivalentes DSGVO-Verhältnis
 

Dentsu-Studie: Ambivalentes DSGVO-Verhältnis

Dentsu Aegis Network Austria

'Das Thema Datenschutz scheint also noch nicht transparent genug zu sein.'

92 Prozent der 500 von Dentsu Aegis Austria Befragten haben laut der DSGVO-Studie immerhin schon von der DSGVO gehört. Diese wird von den Konsumenten grundsätzlich „sehr positiv“ aufgenommen, die Ergebnisse sind allerdings ambivalent: Die Studie zeige die ambivalente Einstellung der Österreicher zum Datenschutz, so Silvia Wallner, Head of Business Intelligence Dentsu Aegis Austria: „70 Prozent meinen, dass Unternehmen seit Inkrafttreten der DSGVO achtsamer mit persönlichen Daten umgehen. Gleichzeitig meinen etwas mehr als 60 Prozent, dass die DSGVO nichts an der Umgangsweise von Unternehmen mit persönlichen Daten ändert. Das Thema Datenschutz scheint also noch nicht transparent genug zu sein.“

Viele Befragte geben an, dass sie ihr Verhalten geändert haben:  Über die Hälfte hat sich von Newslettern abgemeldet, 58 Prozent achten mehr darauf, welche Daten sie online angeben und sogar knapp 20 Prozent haben sich von einem Unternehmen über die über sie gespeicherten Daten informieren lassen.

Die vertrauenswürdigsten Organisationen werden auch von den meisten Befragten genutzt: Online-Banking schreiben 94 Prozent eine verantwortungsvolle Datennutzung zu, 86 Prozent besitzen hier ein Kundenkonto, 91 Prozent sehen das bei E-Government so, zwei Drittel haben ein Konto. Bei Online-Bezahldiensten sind es immerhin noch 84 Prozent und bei Online-Shops gut 70 Prozent, die diese Organisationen für verantwortungsvoll halten.

Sowohl bei online- als auch bei stationären Händlern vertrauen 85 Prozent der Konsumenten darauf, dass die Daten vertrauensvoll behandelt werden. Trotzdem hat auch die Hälfte Angst, dass die Daten, die sie online preisgeben, missbraucht werden.

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