Deloitte Cyber Security Report 2019: Fake New...
 

Deloitte Cyber Security Report 2019: Fake News sind die größte Gefahr

Pixabay

Die neue Studie von Deloitte und IfD Allensbach zeigt, dass deutsche Führungskräfte das Thema "Fake News" derzeit als größte Cyber-Gefahr einschätzen.

Sicherheit in der IT-Technologie – das ist heute längst ein zentrales Problem für die ganze Gesellschaft. Wie beurteilen Wirtschaft und Politik die aktuelle Cyber-Security-Lage? Zum neunten Mal wurden dazu im Deloitte Cyber Security Report Top-Entscheider aus Unternehmen und Parteien befragt. Klare Antwort: die Bedeutung des Themas nimmt weiter zu, die Risiken steigen an. Zugleich herrscht aber immer noch deutlicher Nachholbedarf bei Gegenmaßnahmen. Besonders markant: die Manipulation der öffentlichen Meinung durch Fake News wird von den Teilnehmern 2019 erstmals als größte Cyber-Gefahr für Deutschland gesehen. 

Soziale Medien als Chance und Risiko

Das Thema „Fake News“ beherrscht heute die Schlagzeilen und ist so drängend, dass es 2019 erstmals den Sprung auf den unrühmlichen „Platz 1“ der Liste der wichtigsten Cyber-Risiken geschafft hat – sicherlich eines der aufsehenerregendsten Ergebnisse der Studie. Beachtliche 74 % der Entscheider aus Wirtschaft und Politik halten diese unlautere Beeinflussung für ein „großes Risiko“ für die Menschen in Deutschland, und zwar noch vor „klassischeren“ Cyber Crimes wie Datenbetrug im Internet (70 %), Diebstahl privater Daten bzw. Informationen durch Cyber-Angriffe (67 %) oder Computerviren und Schadsoftware (65 %). Bei der allgemeinen Risikoeinschätzung bewerten dabei Unternehmensvertreter viele Gefahren noch deutlich höher als Politiker, zum Beispiel Datenbetrug im Internet (73 % gegenüber 58 %) oder Eingriffe in die Privatsphäre von Bürgern durch vernetzte Haustechnik (55 % gegenüber 43 %).

Spannende Unterschiede ergeben sich beim Thema „Soziale Medien“ darüber hinaus in der Sichtweise der befragten Politiker. Deutlich mehr Vertreter der traditionellen Volksparteien sehen in deren steigendem Einfluss eher Risiken für die Gesellschaft (63 %) als der Schnitt aller Politiker (50 %). Zugleich sehen die Politiker der Volksparteien die Chancen der sozialen Netzwerke für die eigene Partei ebenfalls skeptischer als der Durchschnitt. Interessant auch: der Durchschnitt aller Abgeordneten nimmt zwar für die Gesellschaft insgesamt eher verstärkte Risiken als Chancen durch die sozialen Medien wahr. Für die eigene Partei dagegen werden genau hier überwiegend Chancen gesehen (62 %). Generell kommen Politiker heute um eine Nutzung sozialer Medien offenbar nicht mehr herum und verfolgen laut Studie zu 73 %, was dort über ihre Partei geäußert wird.

stats