Datensicherheit: Fachverband UBIT sieht EU-Ve...
 
Datensicherheit

Fachverband UBIT sieht EU-Verschlüsselungszugriff kritisch

WKÖ
FV UBIT Obmann Alfred Harl
FV UBIT Obmann Alfred Harl

Der EU-Ministerrat der europäischen Innenminister hat jüngst eine Resolution verabschiedet, die den Zugriff auf verschlüsselte Daten vorsieht.

Für den Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Fahrtrichtung klar: Totale Überwachung auf Kosten von Softwaresicherheit und Datenschutz sowie der Privatsphäre. UBIT lehnt den EU-Verschlüsselungszugriff ab. FV-Obmann Alfred Harl stellt sich vor die Softwareunternehmen und warnt gleichzeitig: "Die Aufhebung von sicherer Verschlüsselung ermöglicht den Missbrauch von Persönlichkeitsrechten und Betriebsgeheimnissen, da hilft auch der Deckmantel der Terrorismusbekämpfung nicht. Die neue Regelung schafft sichere Software ab."

Martin Puaschitz, IT-Sprecher des Fachverbandes UBIT, schlägt in dieselbe Kerbe. Auch er sieht den Vorschlag des EU-Rates nicht nur als ein Sicherheitsrisiko, sondern auch als extrem aufwendig und wenig erfolgversprechend an: "Die Verschlüsselung eines sicheren Systems aufzuheben öffnet vor allem Hintertüren und hebelt eine sichere End-to-End-Verschlüsselung defacto aus. Sinnvoller ist es, in sichere, lokale Cloudlösungen zu investieren und Serviceprovidern für diese Lösungen mit Steuererleichterungen entgegenzukommen," erklärt Puaschitz.

In einer Aussendung macht der FV UBIT seine Position deutlich: Sichere Kommunikation ist ein Eckpfeiler unserer Demokratie. Sie darf nicht auf Kosten der Persönlichkeitsrechte der Bevölkerung und der Grundrechte wie Freiheit, Bürgerrechte oder justizielle Rechte aufgegeben werden. "Wir sprechen daher ein klares Nein zum EU-Zugriff auf verschlüsselte Daten aus."
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