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Datenschutz: WhatsApp als Risiko für Unternehmen

APA (dpa)

Synchronisation der Kontaktdaten könnte gegen die DSGVO verstoßen.

Kurz bevor die Datenschutzgrundverordnung am 25. Mai in Kraft tritt, schlägt nun Digitalisierungsexperte Dieter Duftner Alarm: Die firmenbezogene Nutzung von Messenger-Diensten wie WhatsApp könnte für Unternehmen teuer werden. Der Grund dafür ist vor allem, dass sie keinen ausreichenden Schutz personenbezogener Daten vor fremden Zugriffen bieten. „Das Problem liegt primär in der Synchronisation der Kontaktdaten", erklärt Duftner. Wer den Messenger auf seinem Smartphone nutzt, gewährt WhatsApp Zugriff auf sein Adressbuch. Damit erhält die Facebook-Tochter auch Telefonnummern von Kontakten, die den Messenger überhaupt nicht nutzen.

Der Rat des Experten: Die Nutzung von Diensten, die sämtliche Daten in Europa hosten. Die Unternehmen müssten aber auch auf die Benutzerfreundlichkeit achten. Idealerweise biete die Lösung den Mitarbeitern einen Mehrwert, indem sie etwa alle nötigen Kommunikationstools über mobile Geräte und Desktops hinweg integriert zur Verfügung stellt. Eine besonders empfehlenswerte Alternative zu Messenger-Diensten seien Mitarbeiter-Apps: „Sie bieten die gleichen Produktivitätsvorteile, aber erfüllen alle erforderlichen Datenschutz-, Sicherheits-, Administrations- und Compliance-Anforderungen", so Duftner.

[Andreas Puschautz]

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