Das war der E-Day 2017
 
Screenshot/E-Day 2017
2.000 Besucher waren zum diesjährigen E-Day im Austria Center Vienna angemeldet.
2.000 Besucher waren zum diesjährigen E-Day im Austria Center Vienna angemeldet.

Unter dem Motto "Digitalisierung erleben" fand Österreichs größte E-Business-Veranstaltung in neuer Location und mit spannenden Keynotes statt.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des E-Day. Über 2.000 Besucher waren für den diesjährigen E-Day angemeldet. Wegen des großen Andrangs der vergangenen Jahre wechselte die E-Business-Veranstaltung die Location. Erstmals war nicht die Wirtschaftskammer Österreich, sondern das Austria Center Vienna Schauplatz der Branchenveranstaltung.

Zum ersten Mal wurde der Event bei freiem Eintritt von der Wirtschaftskammer Österreich und der Wirtschaftskammer Wien gemeinsam veranstaltet. Der E-Day stand unter dem Motto "Digitalisierung erleben" und konnte dadurch auch mit hohem Praxisbezug punkten. Das Themenspektrum der rund 70 Vorträge und Workshops reichte von Fake News über Drohnen, Virtual Reality, Industrie 4.0, bis zur IT-Security und Zukunft des Arbeitens.

"Digitalisierung ist in aller Munde. Nur die wenigsten können etwas damit anfangen. Welche Risiken aber auch welche Chancen damit verbunden sind, kann am E-Day hautnah erlebt werden", sagt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich. "Wir möchten den heimischen Unternehmen das Werkzeug in die Hand geben, um vom Fortschritt zu profitieren. Der E-Day 2017 zeigt, wie jede und jeder den digitalen Wandel für sich nutzen kann", ergänzt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

Spannende Keynotes

Die Keynotes hielten in diesem Jahr Kai Whittaker, CDU-Abgeordneter zum deutschen Bundestag, und Isabella Mader, Vorstand des Excellence Institutes. Whittaker sprach zum Thema "Digitalisierung und Wandlung des Arbeitsmarkts in Europa". Qualifizierung und Flexibilisierung - für den deutschen Bundestagsabgeordneten Whittaker sind das die wichtigsten Voraussetzungen, wenn es um digitalen Wandel und seine Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt geht. Der 32-jährige sprach unter anderem davon, dass die von der Digitalisierung getriebenen Entwicklungen auch die Arbeitswelt beeinflussen: "Wenn automatisiertes Fahren kommt, wird es weniger Autos brauchen, dann braucht es auch weniger Mechatroniker in Autowerkstätten", streicht er in seinem Vortrag heraus. 

Auch akademische Berufe seien von dieser Entwicklung betroffen: "In Estland gibt es keine Steuerberater mehr, weil das alles digital erledigt wird", sagt er. Selbst die Arbeit von Juristen könnten mittlerweile Computerprogramme übernehmen. Diesem Wandel sollte im Bildungs- und Ausbildungsbereich dringend Rechnung getragen werden. 

Auch für Isabella Mader, IT-Strategieexpertin sei der Aus- und Weiterbildungsaspekt im Bereich Digitalisierung zentral. Sie sprach über "Mein Unternehmen 4.0 - Warum eigentlich? "Viele Unternehmen hätten Sorge, bei Umstieg auf digitale Geschäftsmodelle die bestehenden über den Haufen werfen zu müssen. Das sei allerdings nicht  nötig, denn "Sie setzen ein neues Pflänzchen, das neben dem bestehenden Geschäft wächst und irgendwann groß genug ist, dass es sie ernährt", erklärt Mader, Vorstand des Wiener Excellence Institute. Der Clou sei, Kooperationen mit anderen Unternehmen zu suchen. "Wenn man seine Produkte online verkauft, bedeutet das nicht, dass man die Packerl selbst packen und verschicken muss. Dafür gibt es Partner", sagt sie.

stats