Cyber-Abwehr: Zahl der Cyber-Attacken auf Tec...
 
Cyber-Abwehr

Zahl der Cyber-Attacken auf Technologie-Sektor steigt um 70 Prozent

NTT Austria
Die aktuelle weltweite Krise habe einmal mehr gezeigt, dass Hacker aus jeder Situation einen Vorteil ziehen können, sagt Roman Oberauer, Vice President Go to Market & Technical Services bei NTT Austria.
Die aktuelle weltweite Krise habe einmal mehr gezeigt, dass Hacker aus jeder Situation einen Vorteil ziehen können, sagt Roman Oberauer, Vice President Go to Market & Technical Services bei NTT Austria.

NTT Ltd., ein weltweit führender Technologie-Dienstleister, hat seinen 2020 Global Threat Intelligence Report (GTIR) veröffentlicht. Der Report zeigt, dass Angreifer, trotz aller Anstrengungen von Unternehmen und Organisationen ihre Cyber-Abwehr zu stärken, mit immer neueren und automatisierten Angriffsmethoden vorgehen und damit Erfolg haben.

Entscheidend seien daher die Punkte Secure-by-Design und Cyber-Resilienz. Gleichzeitig belegt der Report, dass Kriminelle die COVID-19-Pandemie nutzen, um verstärkt Organisationen und Einrichtungen aus dem Gesundheitsbereich zu attackieren. Das belegen auch die zuletzt erfolgreich durchgeführten Angriffe auf mehrere forschungsnahe Hochleistungs-Rechenzentren in Europa. Zudem wurden kürzlich rund neun Millionen Kundendaten bei der Fluglinie Easyjet gestohlen. Laut aktuellem Report waren mehr als die Hälfte (55 Prozent) aller Cyber-Angriffe 2019 eine Kombination aus Web-Application- und anwendungsspezifischen Angriffen – im Jahr zuvor lag die Zahl noch bei 32 Prozent. 20 Prozent der Attacken zielten auf Content-Management-Systeme (CMS) und über 28 Prozent auf Webseiten. Gerade Unternehmen und Organisationen, die während COVID-19 auf ihre Internet-Präsenz – also Kundenportale, Retail-Seiten oder andere Webanwendungen – angewiesen sind, liefen Gefahr, zum Ziel von Cyber-Kriminellen zu werden, so der Report.

Die wichtigsten Ergebnisse
- Pro Tag entstehen bis zu 2.000 Fake-Seiten, die sich als "offizielle" Quelle für Covid-19 Informationen ausgeben

- Rund 21 Prozent der entdeckten Malware nutzt die Form eines Schwachstellen-Scanners

- Alte, seit Jahren aufgedeckte Schwachstellen, bleiben ein attraktives Ziel

- Auf CMS-Angriffe entfielen etwa 20 Prozent aller kriminellen Aktivitäten.


"Unsere laufenden Projekte und die zahlreichen Anfragen von heimischen Unternehmen zeigen deutlich, dass das Thema Security durch die Corona-Krise noch stärker in den Fokus gerückt ist. Cyber-Kriminelle werden auch hierzulande immer kreativer und versuchen die aktuelle Situation auszunutzen. Von Spam-, Phishing- und Malware-Kampagnen bis hin zu Deepfake-Angriffen ist hier alles vertreten. Natürlich bieten Unternehmen oder öffentliche Organisationen, die viele unterschiedliche Technologien einsetzen, Angreifern auch mehr Angriffsfläche. Hier ist mehr denn je ein einheitlicher Security-Ansatz gefordert", ergänzt Roman Oberauer, Vice President Go to Market & Technical Services bei NTT Austria.
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