Corona-Krise: Stimmungsbarometer: Sechs Emoti...
 
Corona-Krise

Stimmungsbarometer: Sechs Emotionen prägen die öffentliche Online-Debatten

Pixabay

Das Corona-Stimmungsbarometer von webLyzard technology und Ketchum Publico analysiert die öffentliche Online-Debatte in Österreich und visualisiert die darin transportierten Stimmungen. Nach einem Monat im Shut-Down kristallisieren sich sechs Emotionen als prägend heraus.

Das Corona-Stimmungsbarometer zeigt klare Peaks der Emotionen. Diese reflektieren die markantesten Ereignisse des Monats: Rund um den 20. März ist ein rapider Anstieg der Emotion Traurigkeit feststellbar, ausgelöst durch die hohe Zahl von Todesopfern in Italien, insbesondere in Bergamo. Bilder aus den Spitälern und ein Interview mit einem italienischen Profi-Fußballer verstärken diesen Effekt.

Grantiges Österreich?

Die Emotion Grant, ein viel zitiertes Charakteristikum der österreichischen Seele, schnellt erst Ende März hoch: Die Situation in den Wiener Krankenhäusern spitzt sich zu, und die Online-Debatte dreht sich um den Umgang mit der Krise in Tirol. Zu diesem Zeitpunkt verzeichnet das Corona-Stimmungsbarometer auch einen deutlichen Einbruch des Vertrauens, eine Kategorie, die sich sonst sehr stabil zeigt.

Zu Ostern gehen die Emotionen hoch

Die Zeit rund um Ostern erlebt Österreich sehr emotional. Das Corona-Stimmungsbarometer zeigt einen Anstieg sämtlicher Kategorien: Die öffentliche Debatte beschäftigt sich mit der Trauer um Verstorbene, speziell am Karfreitag und während der Ostermesse. Aber auch die positive Emotion der Freude verzeichnet zu Ostern einen Anstieg: Der Lockdown zeigt Erfolge – die Freude über die Reduktion der Neuinfektionen zeichnet sich bereits klar im Corona-Stimmungsbarometer ab.

Wenig Freude, viel Vertrauen

Das Corona-Stimmungsbarometer zeigt auch, wie die Ausgangsbeschränkungen wahrgenommen wurden: Die ersten Tage sind von hoher Akzeptanz gegenüber den Maßnahmen zur Bewältigung der Krisensituation geprägt. Deutlich erkennbar ist, dass sich die Emotion Freude den ganzen Monat über auf sehr niedrigem Niveau bewegt – im Gegensatz zur Angst, die viele Aspekte der öffentlichen Debatte dominiert. Jedoch zeigt das Corona-Stimmungsbarometer, dass in dieser Debatte auch stets ein hohes Maß an Vertrauen mitschwingt.

Die wichtigsten Grafiken zur Studie:

webLyzard technology und Ketchum Publico

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