Corona-Krise: Boom für Kinderspielzeug, Elekt...
 
Corona-Krise

Boom für Kinderspielzeug, Elektronik, Essen & Erotikprodukte

Ivan Kruk / stock.adobe.com

Mit Klarna hat einer der weltweit führenden Zahlungsanbieter die größten Veränderungen beim Shoppingverhalten seiner Nutzer seit Ausbruch der Corona Krise in Österreich analysiert. Dafür wurden Monatsdaten von Februar und März 2020 sowie Wochendaten (KW 11 und 12) untersucht und verglichen.

Chen Cheng-Chieh, Leiter von Klarna Österreich & Senior Commercial Manager, meint zu den Ergebnissen: „Insbesondere für den Onlinehandel war es abzusehen, dass sich das Einkaufsverhalten der Nutzerinnen und Nutzer verändern wird. Die Frage war nur, in welche Richtung. Mittels unserer Daten erkennen wir signifikante Veränderungen im Verhalten der Online-Shopper in Österreich seit Beginn der Corona-Krise. Wir sehen, dass sich bisherige Spitzenzeiten des Shoppings vom Abend auf den Tag verschieben. Produktseitig setzen sich Nutzerinnen und Nutzern vermehrt mit Produkten auseinander, die sie selbst oder das eigene Heim betreffen. Insgesamt sehen wir, dass besonders im ländlichen Raum Online-Shopping immer beliebter wird. Vielleicht werden wir am Ende der Krise ein nachhaltig verändertes Bild des Einkaufverhaltens in Österreich sehen, das am Ende noch digitaler ist als bisher.“

Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung:

• Die Österreicher haben im März, über alle Altersgruppen hinweg, online deutlich mehr eingekauft als im Vormonat. Besonders im ländlichen Raum machte sich diese Veränderung bemerkbar. So sind Online-Bestellungen im Vergleich zum städtischen Raum von Februar auf März um 94% gewachsen - von KW 11 auf KW 12 sogar um 166 %.

• Während in der Vergangenheit Online-Einkäufe meist in den Morgen- oder Abendstunden getätigt wurden, kaufen die Österreicher zu Quarantänezeiten auch im Web deutlich häufiger tagsüber ein: In der Zeit von 10-12 Uhr beträgt die Steigerung 4%, von 12-14 Uhr und von 14-18 Uhr gibt es eine deutliche Steigerung von jeweils 12%. Die nächtlichen Bestellungen im Zeitraum von 0-4 Uhr gingen um 10% zurück, von 4-10 Uhr um 8% und von 18-24 Uhr 7%.

• Auch Die Präferenzen der Kunden haben sich in Zeiten der Isolation und Social Distancing verändert. Die überlegene Gewinner-Kategorie im Monatsvergleich ist Kinderprodukte mit einem gewaltigen Plus von 114%. Das ist eine größere prozentuale Steigerung als die vier nachfolgenden Kategorien zusammen. Ebenfalls in den Top-5: Elektronik (29%), Essen & Getränke (25%), Heim & Garten (20%) und Entertainment (20%). Die Menschen beschäftigen sich also offensichtlich sehr stark mit allem rund um ihr Zuhausee.

• Der Sieger fast aller Klassen heißt also Kinderprodukte. Besonders interessant dabei ist ein Fakt: Die Großeltern-Generation der Baby-Boomer (56-75 Jahre) zeigt sich hier mit einer proportionalen Steigerung von 168% besonders generös. Es scheint, als greifen sie für ihre Enkel und damit auch für die angespannten Nerven vieler junger Eltern und den Familienfrieden in Quarantänezeiten beim Online-Shopping tief für die jüngeren Generationen in ihre Taschen.

• Die Sparte Elektronik ist bei den 18-25 Jährigen (Generation Z) mit 40% im Monatsvergleich stark gestiegen. Beim jüngsten Wochenvergleich kommt diese Altersgruppe sogar auf ein Wachstum von 115%.

• Markant bei der Generation 76+ Jahre, die bekanntlich besonders als Risiko-Gruppe des Corona-Virus gilt: Die Kategorie Essen & Getränke liegt hier mit einer signifikanten Steigerung von 81% von Februar auf März überlegen auf Platz eins.

• Bei den jüngeren Altersgruppen ist die Kategorie Erotikprodukte hoch im Kurs. Die 18-25-Jährigen verzeichneten hier im Vergleich zum Vormonat ein Plus von beachtlichen 23%. Im Wochenvergleich wird dieser Trend mit Umsatzzuwächsen bei der Generation Z (18-25 Jahre) mit 69% und auch bei den Millenials (26-35 Jahre) mit 50% noch verstärkt. Zum Schmunzeln: Die Generation 76+ ist in dieser Kategorie mit einer Monatssteigerung von 60% Spitzenreiter.

• Bei Nachbar Deutschland schafft es im Monatsvergleich Autozubehör (8%) in die Top 5 der Wachstumsraten.

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