Corona Data Stories 2: Informations-Instanzen...
 
Corona Data Stories 2

Informations-Instanzen in der Krise

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Die Pandemie hat das Informationsbedürfnis steigen lassen. Welche Quellen genießen das größte Vertrauen? Und: Wem vertraut die Bevölkerung ihre Daten im Kampf gegen das Virus an? Eine datengetriebene Spurensuche.

Einen Beleg für jenes steigende Informationsbedürfnis liefert eine Edelman-Umfrage in zehn Ländern: Rund ein Drittel (32 Prozent) der Befragten weltweit gaben an, sich mehrmals täglich über das Coronavirus zu informieren. Weitere 38 Prozent informierten sich mindestens einmal am Tag. Im Corona-gebeutelten Italien war die Zahl der Befragten, die sich mehrmals am Tag informierten, mit 58 Prozent am höchsten.



Der steigende TV-Konsum in der Krise macht sich auch hierzulande bemerkbar: 86 Prozent informierten sich im April laut Gallup-Stimmungsbarometer im Fernsehen über das Coronavirus. TV ist damit das bevorzugte Covid-19-Informationsmedium in Österreich, gefolgt von Zeitungen und Radio. Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung im März hat die Informationsbeschaffung über Zeitungen leicht zugenommen, während die über Radio leicht sowie über Websites von Behörden und Organisationen, soziale Medien und Internet-Newsportale stark abgenommen hat.



Große Nachrichtenmedien haben trotz zuhauf kursierender Fake News die Nase vorn. Das legt zumindest der eingangs erwähnte Edelman Trust Barometer in zehn Ländern nahe: Rund zwei Drittel der Befragten informieren sich bei führenden Nachrichtenmedien über das Coronavirus. Dahinter folgen nationale Regierungsquellen und soziale Medien. In Italien ist die Regierung dagegen Hauptinformationslieferant und liegt noch vor TV, Zeitung, Online-News und Co. Auffallend viele holen sich in Brasilien (64 Prozent) und Südafrika (72 Prozent) die neuesten Informationen zum Virus über Social Media. Nirgendwo sonst haben Freunde und Familie eine so große Bedeutung als Informationsquelle als in Südafrika.



Eine Umfrage der US-Nachrichten-Website Axios und des Marktforschungsinstituts Ipsos stellt traditionellen Medien in den USA dagegen einen ernüchternden Befund aus: Etwa die Hälfte der Befragten vertraut TV, Zeitung und Co nicht, korrekte Informationen zum Coronavirus zu liefern. Für digitale Medien und Online-Nachrichtenunternehmen sinkt diese Zahl noch weiter. Umso größer ist das Vertrauen dagegen in Gesundheitsbehörden wie CDC und WHO sowie die Regierung. Axios selbst zeigte sich bei der Präsentation der Studienergebnisse jedenfalls alarmiert. Das mangelnde Vertrauen in die Medien könne dazu führen, dass die Gesellschaft weniger informiert sei, heißt es in einem Artikel auf deren Website. Begründung: "Während die Regierung und die Gesundheitsbehörden wichtige Sicherheits- und Verfahrensinformationen über das Virus bereitstellen können, ist es die Aufgabe der Medien, wichtige Forschungsergebnisse und Analysen bereitzustellen, die das Verständnis der Öffentlichkeit bereichern".



Das in der Coronakrise - zumindest bei Älteren - gesunkene Vertrauen in soziale Medien zeigt sich auch im Edelman Trust Barometer. Nur in der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen werden Facebook und Co nahezu gleich häufig wie Nachrichtenmedien als tägliche Corona-Informationsquelle genutzt.



Dabei wünschen sich die Menschen von den sozialen Medien vor allem faktengeprüfte Inhalte und ein Eindämmen der rund um das Virus kursierenden Fake News. Diese Einstellung ist laut Daten des GlobalWebIndex sowohl international als auch in Österreich gleichermaßen stark vorhanden. Auch die soziale Komponente spielt bei etwas weniger als der Hälfte der Befragten eine Rolle: Die sozialen Medien sollen während der Coronakrise als virtuelle Brückenbauer zwischen Nachbarn und lokalen Communities fungieren.



Vor allem zu Beginn der Pandemie spielten Fake News hierzulande noch eine größere Rolle, wie der Gallup Stimmungsbarometer zeigt. Mehr als 55 Prozent der Befragten sahen sich mit alternativen Corona-Fakten konfrontiert. Im April nahm der Prozentsatz ab. Generell sahen sich Jüngere öfter mit Fake News konfrontiert. Ob das mit einer stärkeren Social-Media-Nutzung in jüngeren Zielgruppen zusammenhängt oder ob die Befragten zwar Fake News gesehen, diese allerdings nicht als solche erkannt haben, geht aus den Zahlen nicht hervor.

Gibt es auf Social Media mehr Fake News als im digitalen Raum generell? Und welchen Unterschied macht das Alter konkret? Klicken Sie sich durch die ganze Corona-Fake-News-Story. Mit den Pfeilen über den Grafiken gelangen Sie zur nächsten Visualisierung.



Datenskandale rund um Facebook haben das Vertrauen in soziale Medien erschüttert. Auch wenn es um die Eindämmung des Coronavirus geht, wollen deutsche Nutzer ihre Daten nicht Facebook und Co anvertrauen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Softwareanbieters Usercentrics mit dem Marktforschungsinstitut Innofact hervor. Die Frage: Wie viel Privatsphäre würden die Deutschen opfern, um die Corona-Krise einzudämmen? Die Quintessenz: Die Mehrheit wäre über alle Altersgruppen hinweg bereit, auf ihren persönlichen Datenschutz zu verzichten, wenn dadurch das Virus eingedämmt werden kann.

Doch welcher Institution vertrauen die Nutzer am ehesten ihre Daten an und zu welchem Zweck? Klicken Sie sich durch die gesamte Mini-Story. Mit den Pfeilen über den Grafiken gelangen Sie zur nächsten Visuali

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