Corona als Booster: Österreichs Podcast-Lands...
 
Corona als Booster

Österreichs Podcast-Landschaft zählt bereits 750 Produktionen

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Unter den 750 Podcasts in Österreich sind auch Matthias Neumayer (l.) und Maximilian Hecke (r.), Gründer der Agentur beatframes.
Unter den 750 Podcasts in Österreich sind auch Matthias Neumayer (l.) und Maximilian Hecke (r.), Gründer der Agentur beatframes.

Heuer ist die Zahl der heimischen Podcasts bis Oktober bereits um 180 neue Produktionen gewachsen. Das ergibt eine Erhebung von Meta Communication International. Der Medienbeobachter pflegt seit 2018 eine umfassende Datenbank aller heimischen Podcasts.

Aktuell listet Meta rund 750 heimische Podcasts – und es werden täglich mehr. Bereits in der ersten Jahreshälfte waren Podcasts auf Rekordkurs. Allein während des ersten Lockdowns ab Mitte März wurden mehr als 80 neue Produktionen gestartet. Mit den Sommermonaten und der erneuten Öffnung des Landes ging das Wachstum aber spürbar zurück.

"Viele Podcaster möchten einfach ihre Begeisterung für bestimmte Themen und Interessen mit einem breiten Publikum teilen. Der Aufwand einer regelmäßigen Sendung wird aber oft unterschätzt. Während des Lockdowns war Freizeit für viele reichlich vorhanden. Danach wieder weniger. Zudem stagnieren nach einem ersten Anfangshoch häufig auch die Hörerzahlen", erklärt Harald List, Projektleiter bei Meta.

Laut Reuters Digital News Report, der im Juni erschienen ist, konsumieren derzeit rund 30 Prozent der Österreicher Podcasts. Wie Spotify – der Platzhirsch unter den Podcast-Plattformen – in seinem Quartalsbericht Ende April bekannt gab, hat sich etwa die Nutzungszeit während des ersten Lockdowns von der Früh auf später am Tag verlagert. Und es wurden verstärkt Podcasts genutzt, die sich mit Themen wie Wellness und Meditation beschäftigen. Ob dieser Trend auch auf den aktuellen Lockdown zutrifft, ist nicht bekannt.
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