Constantin Film: Online-Dienste sollen für Fi...
 

Constantin Film: Online-Dienste sollen für Filmförderung zahlen

Deutsche Filmförderung wird am Dienstag vom Bundesverfassungsgericht geprüft

Für die deutsche Filmförderung sollten nach Ansicht der Produktionsfirma Constantin Film auch Online-Dienste zur Kasse gebeten werden. "Wir wollen, dass alle, die an der Verwertung von Spielfilmen verdienen, in die Förderung einzahlen", sagte Constantin-Film-Vorstand Martin Moszkowicz im Interview des Magazins "Wirtschaftswoche" (Ausgabe 41/2013) laut einer Vorabmitteilung vom Samstag. "Dazu gehören auch die Unternehmen, die Filme online verbreiten oder mit der Verbreitung Geld verdienen, also zum Beispiel Apple und die Telekomfirmen."

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe stellt am Dienstag (8. Oktober) die Förderung des deutschen Films auf den Prüfstand - Anlass ist eine Klage von Großkinobetreibern. Sie wehren sich dagegen, dass sie mit TV-Anstalten und DVD-Verleihern die Filmförderungsanstalt (FFA) finanzieren müssen. Moszkowicz gab laut dem Magazin zu Bedenken, dass es ohne Förderung kaum einen deutschen Film gäbe. "Und Film ist Kultur- und Wirtschaftsgut in einem. Überall in Europa und der Welt unterstützen die Länder ihre nationalen Produktionen, weil sie nicht in der Lage sind, sich zu refinanzieren."

(APA/dpa)
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