Buzzvalue-Analyse: Das war die Kurz-Ära auf S...
 
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Das war die Kurz-Ära auf Social Media

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Ohne Kanzleramt und Facebookseite: Sebastian Kurz.
Ohne Kanzleramt und Facebookseite: Sebastian Kurz.

Zuletzt hatte der Politiker 1,9 Millionen Fans und Follower. Der Social-Media-Nachlass verbleibt bei der ÖVP.

Die Ära von Sebastian Kurz ist seit dieser Woche endgültig vorbei. Doch was bleibt auf Social Media vom jüngsten Kanzler Österreichs? Mit dieser Frage hat sich Markus Zimmer, Geschäftsführer von Buzzvalue, beschäftigt. Sein Fazit: Niemand hat in Österreichs Politik Facebook und Co. so umfangreich und professionell für aktive Kommunikation und Wahlkämpfe genutzt, wie Kurz.


Seit Mai 2011 hatte der Politiker eine aktive Facebook-Präsenz, an deren Aufbau kontinuierlich gearbeitet wurde. Neue Social-Media-Kanäle wurden stets ergänzt, als letztes sogar TikTok. Kurz hatte so rund 1,9 Millionen Fans und Follower mit 31,6 Millionen Interaktionen auf Facebook, Instagram, Twitter, YouTube und TikTok. "Die sozialen Medien waren bei Sebastian Kurz so beliebt weil damit zielgerichtetes Targeting möglich war, sie als Multiplikator und Verstärker dienten”, so Zimmer. Außerdem: "Social Media fragt nicht nach."
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Doch was passiert nun mit dem "Social-Media-Nachlass" von Kurz? Die Seiten werden - ähnlich wie bei FPÖ und dessen Ex-Obmann HC Strache - im Eigentum der Volkspartei bleiben, sagt Zimmer. Ob man das nutzen kann, sei höchst fraglich, denn die Facebook-Richtlinien würden eine Zusammenführung mit anderen Seiten nicht zulassen. "Früher oder später werden die Social-Media-Seiten von Sebastian Kurz wohl deaktiviert werden, da die Volkspartei mit den Seiten nicht mehr viel anfangen wird können", glaubt Zimmer.

Fluch und Segen

Darin zeige sich auch èin Problem des Phänomens: "Populäre persönliche Social-Media-Seiten von Spitzenpolitikern sind Fluch und Segen zugleich, im Aufstieg und Wahlkampf ideal, bei Rücktritten und Abgängen schwierig bis wertlos."
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