„brand eins“ am iPad und im Apple-Spot
 

„brand eins“ am iPad und im Apple-Spot

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Otto Petrovic und Michael Ksela, Gründer von Scoop and Spoon, sollen "brand eins" den Weg in die digitale Zukunft ebnen.(c)Scoop and Spoon
Otto Petrovic und Michael Ksela, Gründer von Scoop and Spoon, sollen "brand eins" den Weg in die digitale Zukunft ebnen.(c)Scoop and Spoon

Scoop and Spoon serviert den deutschen Wirtschaftstitel auf dem Tablet-Computer von Apple.

Als eines der ersten Medien in Deutschland ist das Hamburger Wirtschaftsmagazin als App auf dem iPad verfügbar. Das verkündet mit Stolz die Wiener Agentur Scoop and Spoon, sich im Frühjahr mit ihrem Ansatz Marketing, Kreativität und Technologie zu verbinden, um den Werbeetat des renommierten Titels durchsetzen konnte (siehe weiterführende Meldungen unten) und nun für Systemdesign und Programmierung der „brand eins“-Anwendung am iPad verantwortlich zeichnet.

Kleiner Sidestep: Die klassische „brand eins“-Kampagne soll im Herbst dieses Jahres (September/Oktober) anlaufen, verrät Scoop and Spoon-Chef Michael Ksela. Jetzt ist der iPad-Launch zuvor gekommen (Österreich-Start: Juli 2010) – wobei Apple selbst bei „brand eins“-Chefredakteurin Gabriele Fischer angeklopft habe.

Das Konzept für die App wurde zusammen mit der Redaktion ersonnen, denn "brand eins" soll auch in seiner digitalen Version „ein Lesemagazin für Lesegenuss bleiben“, so Ksela weiter, wobei man die Markenidentität nicht für technologischen Chic gefährden wolle – die App werde daher weder „blitzen, blinken noch hüpfen“, betonen die Macher. Der mutige Schritt auf das iPad sei aber jedenfalls als Zeichen zu werten, dass sich „brand eins“ behutsam on- wie offline, klassisch und mobil, neuen Zielgruppen öffnen werde.

Besonders erfreut sind Kunde und Agentur darüber, dass die App auch im Launch-Film des Apple-iPad zu sehen sein wird. Soweit zur Verpackung, nun zum Inhalt: Im Mittelpunkt der Anwendung stehe ein Magazinmodus, in dem das Heft „originalgetreu“ durchgeblättert werden könne. Die Inhalte werden ergänzt durch Bildergalerien und Videos. Und es sei möglich, während des Lesens, Zitate aus einem Artikel weiterzuleiten sowie Leserbriefe und E-Mails an Autoren zu verfassen.

Außerdem sollen sich die Leser im gesamten „brand eins“-Universum bewegen, in den Inhaltsverzeichnissen aller neuen sowie in ausgewählten vergangenen Ausgaben suchen und per Knopfdruck einzelne Hefte kaufen können. Abonnenten würden außerdem einen automatischen Hinweis erhalten, wenn ein neues Heft erschienen ist. Nachdem es auf den iPad geladen wurde, könne es – egal ob der Nutzer gerade online ist – konsumiert werden. Anzeigenkunden wiederum werden interaktive Inserate angeboten, die direkt in die App integriert sind.

Die Reaktionen der ersten Nutzer seien gemischt ausgefallen, heißt es von Agenturseite: Wer „brand eins“ bereits kannte und schätzte, habe sich über die frühe digitale Umsetzung gefreut, wer über die Technik kam, habe vermisst, worauf bewusst verzichtet wurde – nämlich technologischen Schnickschnack.
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