Blogging-Plattform: Parler lässt Klage gegen ...
 
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Parler lässt Klage gegen Amazon fallen

APA/AFP
 Parler geht gegen Amazon vor
Parler geht gegen Amazon vor

Amazon sperrte die bei Rechten beliebte App, wogegen Parler vor einem US-Gericht klagte.

Die umstritttene Blogging-Plattform Parler hat seine Klage gegen Amazon zurückgezogen. Die bei Anhängern von US-Präsident Donald Trump beliebte Twitter-Alternative forderte ursprünglich vor einem US-Bundesgericht, dass Amazon Web Services die Sperrung ihrer Plattform zurücknehme. Einen Grund, warum man nun die Klage zurückzog, nannte Parler nicht. Schon beim Versuch, eine einstweilige Verfügung gegen Amazon zu erwirken, scheiterte man Anfang des Jahres.


Amazon hatte, wie zuvor bereits Google und Apple, das Herunterladen der Blog-App blockiert. Die Unternehmen führten an, dass die Plattform keine ausreichenden Regelungen zum Schutz vor gefährlichen Inhalten biete. Amazon nannte als Beispiel Beiträge wie "Nur ein toter Demokrat ist ein guter Demokrat. Kill'em all." Parler betonte nun, die meisten problematischen Beiträge seien entfernt worden. Beleidigungen - wie etwa gegen die ehemalige First Lady Michelle Obama - seien zwar hasserfüllt, aber durch die Verfassung geschützt.

Zulauf von Rechten

Parler war im Jahr 2018 gestartet und zunächst eine Heimat für Rechtsextremisten. Seitdem aber Netzwerke wie Facebook und Twitter aktiv gegen Falschmeldungen sowie rassistische und gewaltverherrlichende Inhalte vorgehen, haben Plattformen wie Parler, Newsmax und Rumble massiven Zulauf bekommen. Unter anderem wichen Unterstützer Trumps, die dessen unbelegte Wahlbetrugsvorwürfe glauben, auf die Plattformen aus.

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