Billa: Erste Twitter-Kampagne Österreichs
 

Billa: Erste Twitter-Kampagne Österreichs

Nach dem Werbestart des Kurznachrichten-Dienstes in Österreich ist der Rewe-Konzern das erste Unternehmen, das dort eine Kampagne gebucht hat. Das Ziel: Entscheidungsträger ansprechen

Eifrige Twitter-Nutzer haben diese Anzeige wahrscheinlich schon gesehen: Mit einem gesponserten Tweet wirbt die österreichische Lebensmittelkette Billa derzeit für ihren Onlineshop und einer sehr niedrigen Aktions-Zustellgebühr von einem Euro. Das Sujet, das bei Werbetweets einfach als hochgeladenes Bild dazugehängt wird, zeigt einen zum Einkaufswagerl umfunktionierten Laptop, ein Link führt direkt in den ­Onlineshop. Dass der Werbe­tweet, der als natives Werbemittel ­unter die Beiträge der abonnierten Accounts gemischt wird, von Usern nicht nur ge­sehen wird, sondern auch Interaktionen generiert, ist ebenfalls zu sehen: Hunderte User leiteten die Botschaft per Retweet an ihre eigenen Follower weiter oder merkten sich die Billa-Werbung mit der „Favorite“-Funktion.

Der Rewe-Konzern ist damit das erste Unternehmen, das Twitter-Werbung in Österreich dezidiert in einer Kampagne einsetzt. „Für Billa ergibt sich durch die neue Werbemöglichkeit, bei Twitter eine einmalige Gelegenheit, die Vorreiterschaft im digitalen Bereich auszubauen“, sagt Billa-Marketingleiterin Stephanie Schubert zu HORIZONT. „Via Twitter können Inhalte gezielt an Entscheidungsträger, Meinungsbildner und Kunden gerichtet werden.“

Online-Shop soll platziert werden

Anders als bei Facebook, wo Billa derzeit an etwa 220.000 Fans sehr bildlastig kommuniziert, würde bei Twitter ganz bewusst ein kurzer, prägnanter Sprachstil verwendet und der Content somit auf das Wesentlichste reduziert werden. „In einem ersten Schritt wollen wir möglichst viele User erreichen und informieren, da die nächsten Wochen bei Rewe International AG ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit stehen“, so Schubert. „Zusätzlich soll der Billa-Onlineshop platziert werden, der gerade für die Usergemeinde auf Twitter einen interessanten Mehrwert darstellt.“

Umgesetzt wird die derzeit laufende Kampagne mit der Agentur OMD und soll immer wieder optimiert werden. Twitters Werbekunden bekommen ­dafür ein Analyse-Tool, in dem die Performance der Werbemittel (Views, Klicks, et cetera) eingesehen werden kann. Ob viele andere heimische ­Firmen Billa folgen werden, bleibt abzuwarten – Skepsis gibt es unter anderem wegen der spitzen Zielgruppe bei Twitter.
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