Behind the Scenes der „kross-medialen“ Erfolg...
 

Behind the Scenes der „kross-medialen“ Erfolgsstory von Resch&Frisch

#

Karim-Patrick Bannour ist nicht nur Co-Autor des Social Media Ratgebers „Follow Me“, sondern auch einer der Vortragenden am ersten Content Day in Österreich, der am 26. April in Salzburg stattfindet.

Er wird dort Einblicke in die Erfolgsstory der „kross-medialen“ Strategie von Resch&Frisch geben. Für alle, die nicht so lange warten wollen, oder so wie ich am 26. 4. verhindert sind, habe ich ihn vorab bereits zum Interview gebeten. Mit einem spannenden Blick hinter die Kulissen der Aktivitäten.

 

Karim, das Stichwort crossmedial hat mich angesprochen. Was versteht ihr für den konkreten Fall Resch&Frisch darunter und wie wird das umgesetzt?

Resch&Frisch hat sich im Jahr 2012 entschieden, in Social Media aktiv zu werden. Dabei war Resch&Frisch in seiner Branche bei weitem nicht das erste Unternehmen das sich den sozialen Medien annahm. Man hatte auch selbst bereits im Jahr 2011 einen ersten Versuch auf Facebook gewagt. Als Resch&Frisch uns kontaktierte, gab es bereits eine längere Recherche- und Überlegungsphase über die möglichen Wege und Ziele für das Unternehmen. Gerade bei Resch&Frisch mit seinen verschiedenen "Divisionen" - Einzelhandel, Gastronomie und "Back's zuhaus" (Tiefkühlgebäck-Lieferservice) - müssen die einzelnen Zielgruppen mit unterschiedlichen Themen und Inhalten angesprochen und aktiviert werden. Die Wünsche waren eine crossmediale Kommunikation, die Verbindung der Offline- mit der Online-Welt, und eine höhere Aufmerksamkeit und Reichweite für die Kompetenzen des Unternehmens. Resch&Frisch kennt so gut wie jeder, aber viele wissen nicht über das vielseitige Angebot und über die Kompetenz im Bereich der Ernährungswissenschaften, Rohstoffqualität und Lebensmittelunverträglichkeiten Bescheid, die das Unternehmen inhouse besitzt. 

In der Vergangenheit gab es bereits etliche Überlegungen, wie man den direkten Kundenkontakt auch über Onlinekanäle forcieren und langfristig etablieren könnte. Mit Facebook und Blog hat man nun die richtigen Tools zur Verfügung. 

Im ersten Schritt entwickelten wir eine Facebook-Strategie für das gesamte Unternehmen: Einerseits sollen Filialkunden über spezielle Aktionen und Neuigkeiten, andererseits alle Kunden über das Tiefkühlkomplettservice informiert werden. Hier geht es auch darum, die Zufriedenheit der Kunden sichtbarer zu machen und damit die Vorteile eines solchen Systems authentisch zu vermitteln. Weiters werden auch bestehende Gastronomiekunden mit ins Boot geholt - beispielsweise mit der Verlosung von Gewinnen, die von Gastro-Kunden zur Verfügung gestellt werden - um zu zeigen, wie gut die Produkte in diesem Bereich etabliert sind, um so neue Gastronomiekunden auf sich aufmerksam zu machen.

 

Was ist die Zielsetzung der crossmedialen Strategie?

Konkret gibt es sechs Zielsetzungen:

  • Eine Plattform für direkten Austausch und dauerhaften Dialog zu bieten.
  • Die Zufriedenheit der Kunden authentisch zu kommunizieren und durch zufriedene Kunden sichtbar zu machen, und damit neue Kunden zu überzeugen.
  • Einen Partnerschaftlichen Nutzen für und mit Gastronomiekunden zu schaffen durch gemeinsame Aktionen.
  • Eine Community für Produktinnovation und -weiterentwicklung zu gewinnen.
  • Die Community auf neue Produkte hinzuweisen und deren Feedback einzuholen.
  • Und Traffic auf andere Plattformen, wie den Blog oder den Online-Shop zu bringen.

 

Welche Highlights in der Umsetzung kannst du uns bereits nennen? Gibt es Beispiele, die besonders gut ankamen beziehungsweise Response erzeugten?

Neben den klassischen Gewinnspielen, wo man zusätzlich zu den eigenen Produkten auch partnerschaftlich das Potenzial der Gastronomiekunden nutzte, zieht Resch&Frisch jetzt einen aus meiner Sicht besonders wertvollen Nutzen aus Social Media: Das direkte Feedback von Kunden einholen zu können und sich bei der Produktentwicklung und -vorstellung gemeinsam weiterzuentwickeln. 

Zu diesem Zweck hat Resch&Frisch bereits Produkttester gesucht: Dabei ging es "nur" um den Test von einem neuen Produkt speziell für Sportler, dem Sportweckerl. Über Facebook und alle anderen Kanäle - Newsletter, Blog, Website und Kundenbroschüren - wurden Tester gesucht, die dieses Produkt dann verkosten und im Anschluss einen Fragebogen ausfüllen um Feedback zu geben. Sage und schreibe über 2.200 Tester bewarben sich, und das bei so einem "einfachen" Produkt. Das zeigt, dass die Kunden Lust haben mitzuwirken, als Erste dabeizusein und ihre Meinung einzubringen. Diesen Exklusivitätsfaktor versucht Resch&Frisch auf verschiedene Arten auf Facebook herzustellen.

Außerdem haben wir bereits mehrfach die Fans auch zu Themen wie "Produktsortiment" oder "Kataloginhalten" befragt, mit extrem viel Feedback seitens der Fans.

Nach der erfolgreichen Etablierung des Facebook-Auftrittes gingen wir den nächsten Schritt mit dem Resch&Frisch Blog. Bei der Konzeption des Blogs ging es darum, welche Themenwelten Resch&Frisch stärker kommunizieren und visualisieren, und vor allem auf Google findbar machen möchte. Darauf aufbauend wurde ein Themenplan, ein kleines Keywordkonzept und die Struktur des Blogs erarbeitet. Um den neuen Blog vorzustellen verloste Resch&Frisch auf dem Blog ein Resch&Frisch-Starterset, mit über 200 Teilnehmern und viel Aufmerksamkeit. Mittlerweile hat sich der Blog ganz gut etabliert, die Blogbeiträge werden auf Facebook und in den Newslettern angeteasert, und ein Großteil der Blogbesucher kommt über die Google-Suche auf den Blog.

 

Wie werden die Inhalte in der Praxis gestaltet? Wer ist für die Umsetzung der Strategie und dem täglichen Füllen mit Leben verantwortlich?

Die crossmediale Verbindung ist ein wesentliches Element: Katalog-Website-Newsletter-Blog-Facebook werden immer stärker miteinander verbunden, genauso auch die Offline- mit der Online-Welt. Dabei rücken die Filialen und deren Kunden stärker in den Vordergrund: Informationen über das Online-Angebot in jeder Filiale, und künftig auch ortsgebundene Angebote für Smartphone-Nutzer.

Dazu gibt es einen Redaktions- und Kampagnenplan der alle Medien und Kanäle berücksichtigt und miteinander verbindet.

Die Ernährungswissenschafterin Evelyn Zangenfeind ist für Facebook und Blog verantwortlich und kümmert sich um diesen Redaktionsplan sowie das Community-Management. Sie koordiniert die Maßnahmen mit den anderen Abteilungen und sorgt dafür, dass auch spontane Themen aufgegriffen und umgesetzt werden können. Sie denkt plattform- und abteilungsübergreifend, holt in regelmäßigen Redaktionssitzungen alle zusammen und erarbeitet gemeinsam mit den KollegInnen die redaktionellen Aktivitäten.

 

Wer Karim live am Content Day erleben möchte, sollte sich vermutlich rasch um Tickets umsehen, solange es noch welche gibt.

[]

stats