Bedrohungen durch Cyberkriminalität erreichen...
 

Bedrohungen durch Cyberkriminalität erreichen Rekordhöhe

Seb Braun/www.sebbraun.co.uk

Die weltweit größte Umfrage unter IT-Führungskräften ergab: Vertrauen ist der neue Kampfplatz für die Branche. Um dies zu gewährleisten, erhöhen Vorstände eiligst die Investitionen für Datenschutz und Sicherheit. Nur wenige glauben, auf einen Cyberangriff gut vorbereitet zu sein.

Knapp 4.000 IT-Führungskräfte nahmen an der diesjährigen CIO-Umfrage von Harvey Nash/KPMG teil. Im Vergleich zum Vorjahr priorisieren fast ein Viertel (23 Prozent) mehr Befragte eine Verbesserung der Cybersicherheit, da die Bedrohungen durch Cyberkriminalität Rekordzahlen erreichen. Obwohl im Zuge der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) Maßnahmen zur Verbesserung der Datensicherheit in Unternehmen in Gang gesetzt wurden, rechneten 38 Prozent der Befragten im April damit, dass sie zum Stichtag nicht DSGVO-konform sein würden. Darüber hinaus zeigen sich 77 Prozent der IT-Führungskräfte „am meisten besorgt“ über die Bedrohung durch organisierte Cyberkriminalität, trotzdem gibt nur ein Fünftel (22 Prozent) an, auf einen Cyberangriff gut vorbereitet zu sein.

Die neue Herausforderung für Unternehmen ist es, das umsatzsteigernde Potenzial der Nutzung von Kundendaten gleichzeitig mit dem Bedürfnis nach Privatsphäre und Sicherheit in Einklang zu bringen. Diejenigen, die dieses Gleichgewicht am erfolgreichsten managen können, weisen eine um 38 Prozent höhere Rentabilität auf als ihre Wettbewerber. Die Nachfrage nach "Sicherheits- und Resilienzkompetenzen" hat in den vergangenen Monaten zu einem regelrechten Boom geführt, die mit einem Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stark zugenommen hat.

[Peter Saxer]

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