Banner-Tausch bläst Umsatz auf
 

Banner-Tausch bläst Umsatz auf

Ich bewerbe deine Site und du meine

New York - Man kennt das aus der Magazinwelt: Ich bewerbe dein Blatt und du meins. Mit dieser Form von Werbeseitentausch lässt sich der Anzeigenerfolg (und der Umsatz) künstlich pushen. Rein ökonomisch betrachtet, wird auf diese Weise das Lager unverkaufter Waren (= nicht abgesetzte Werbeseiten) geräumt. Man kann es auch als strategisches Branding sehen - und genau das tun viele Web-Firmen, die Banner-Tausch zum Teil exzessiv einsetzen (und damit natürlich auch beitragen, den Internet-Werbeumfang künstlich aufzublasen), wie eine Untersuchung von SolomonSmithBarney enthüllte.

Auch die US-Börsenaufsicht hat bereits angekündigt, diese künstlich erzeugten Umsätze unter die Lupe nehmen zu wollen. Der Großteil der Web-Firmen hält diese Geschäftspraxis aber unter 10 Prozent vom Werbeumsatz. Ob Banner-Barter ein wertvolles Branding-Werkzeug ist oder ob hier nur um das nackte Überleben gekämpft wird, wird die Zukunft weisen.

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