Axel-Springer-Verlag hält sich bei Zukäufen z...
 

Axel-Springer-Verlag hält sich bei Zukäufen zurück

APA/AFP
Döpfner: Digitales Wachstum geht vor
Döpfner: Digitales Wachstum geht vor

Der Verlag will sich mit größeren Übernahmen zunächst zurückhalten. Im Fokus stehe vielmehr Wachstum im digitalen Geschäft und eine bessere Rendite für die Eigner durch einen höheren Aktienkurs, sagte Konzernchef Mathias Döpfner vor Investoren in Berlin.

"Deshalb werden die nächsten 12 bis 14 Monate mit Blick auf M&A-Aktivitäten recht unspektakulär." Man werde womöglich kleinere Zukäufe machen. Hier dürfte es auch Investitionen in den größten Wachstumstreiber geben - das Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet. Zuschlagen werde man aber nur, wenn solche Rubrikenangebote etwa für Jobs, Autos oder Immobilien bereits erfolgreich und profitabel seien, betonte Döpfner.

Für das Rubrikengeschäft als aktuelle Ertragsperle gebe es seit Jahren Gerüchte um einen Börsengang, sagte der Springer-Chef. Der Gang auf das Parkett sei aber nur eine von vielen Varianten, die man prüfe. "Noch ist keine Entscheidung gefallen." Als künftigen Wachstumstreiber sieht Döpfner digitale Inhalte. Er kündigte auch an, dass der Konzern bei potenziellen Verkäufen "absolut pragmatisch" vorgehen werde.

Die Berliner bemühen sich seit längerem um mehr Präsenz im US-Markt und haben zuletzt verstärkt in das Wirtschafts- und Finanznachrichtenportal "Business Insider" und die Verbraucherplattform Bonial investiert. Einige Anleger sind allerdings skeptisch, dass sich die Ausgaben schnell rentieren. So notierte die Springer-Aktie im April 2015 noch bei rund 59 Euro und liegt derzeit nur bei gut 42 Euro.
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