Axel Springer profitiert vom Digitalgeschäft
 

Axel Springer profitiert vom Digitalgeschäft

Umsatz wuchs um 6 Prozent auf 1,62 Mrd. Euro - Überschuss stieg auf 160 Mio. Euro - Verhaltener Jahres-Ausblick

Das deutsche Medienhaus Axel Springer ("Bild, "Die Welt") bleibt dank seiner Aktivitäten im Digitalgeschäft auf Wachstumskurs. Im ersten Halbjahr 2012 legte der Umsatz um 6,2 Prozent auf 1,62 Mrd. Euro zu, wie der Konzern am Mittwoch in Berlin mitteilte. Unter dem Strich blieben als Überschuss 159,6 Mio. Euro nach 151,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Unter der Annahme, dass sich die Konjunktur nicht deutlich eintrübt, rechnet der Vorstand für das Gesamtjahr 2012 unverändert mit einem Anstieg der Konzernerlöse im einstelligen Prozentbereich. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im ersten Halbjahr um 6,9 Prozent auf 308,7 Mio. Euro und soll auch im im Gesamtjahr leicht zulegen.

Als besonders profitabel hätten sich die Internet-Portale mit Rubrikenanzeigen erwiesen, wie der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner sagte. Insgesamt legten die digitalen Medien beim Umsatz um 24,6 Prozent auf 542,1 Mio. Euro zu. Sie tragen mittlerweile mit mehr als einem Drittel zu den Gesamterlösen bei. Neben Anzeigen-Portalen, Online-Marketing und den Internet-Angeboten der klassischen Springer-Printmedien gehören zum Digitalgeschäft auch spezialisierte Angebote wie die Plattform Aufeminin.com für Frauen oder das Preisvergleichsportal Idealo.de.

"Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann, Marketing-Chef Peter Würtenberger und IT-Spezialist Martin Sinner sollen im kalifornischen Palo Alto im Silicon Valley gemeinsam mit dortigen Universitäten und Unternehmen neue Ideen für digitales Wachstum entwickeln. Der Aufenthalt der drei Springer-Leute sei ab September zunächst für sechs Monate vorgesehen, anschließend würden sie auf ihre bisherigen Positionen zurückkehren, sagte Döpfner.

Die Gratis-Verteilaktion "Bild für alle" zum 60. Geburtstag des Blattes trug dazu bei, dass der Umsatz der inländischen Zeitungen leicht auf 568,3 Mio. Euro (Vorjahr: 565,1 Mio. Euro) zulegte. Bei den inländischen Zeitschriften gingen die Erlöse um 1,0 Prozent auf 230,9 Mio. Euro zurück. Im Segment Print International fielen die Umsätze um 7,3 Prozent auf 219,3 Mio. Euro.

(APA/dpa)
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