Axel Springer: Gewinn stagniert - auch wegen ...
 

Axel Springer: Gewinn stagniert - auch wegen des Brexits

APA/AFP
Springer-Cher Döpfner ist trotz Gewinn-Stagnation zufrieden.
Springer-Cher Döpfner ist trotz Gewinn-Stagnation zufrieden.

Der deutsche Medienkonzern hat am Mittwoch seine Quartalszahlen vorgelegt.

Das Brexit-Votum und der Einbruch der britischen Währung belasten die Geschäfte von Axel Springer. Das Medienhaus habe vor allem wegen Währungseffekten seine Umsatzprognose für 2016 gesenkt, sagte Konzernchef Mathias Döpfner am Mittwoch in einer Telefonkonferenz.

"Aber natürlich ist da auch ein gewisser Vorsichtspuffer angesichts der allgemeinen politischen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten Monaten." Die jüngsten Anschläge in Deutschland, die Ereignisse in der Türkei und das Anti-EU-Referendum der Briten böten wenig Anlass zu Optimismus. "Der Brexit spielt dabei eine wichtige Rolle." Auch wenn die gesamten Auswirkungen auf die Konjunktur derzeit nur schwer abzusehen seien.

Springer erwirtschaftet zwischen neun und knapp zehn Prozent seines operativen Gewinns (Ebitda) in Großbritannien, wie Döpfner erklärte. Engagiert seien die Berliner hier etwa mit Jobbörsen und Zanox als Vermittler von Online-Werbung. Beim Umsatz macht das Großbritannien-Geschäft nach Worten von Finanzchef Julian Deutz rund zwölf Prozent aus. Der Effekt auf die Werbeerlöse sei deutlich. Die Rendite sei aber eher gering, deshalb seien die Auswirkungen auf den Gewinn überschaubar. "Das ist ein Umsatz, der in den Zahlen nicht mehr da ist, der uns aber ergebnismäßig kaum wehtut", sagte Deutz.

Im zweiten Quartal stagnierte der bereinigte Gewinn des Konzerns und der Umsatz stieg nur minimal um 0,7 Prozent auf knapp 802 Mio. Euro. Der um Sondereffekte wie Zu- und Verkäufe bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) blieb mit 147 Mio. Euro beim gleichen Wert wie ein Jahr zuvor. Unterm Strich wuchs der Gewinn für die Springer-Aktionäre um knapp 16 Prozent auf 56,5 Mio. Euro

Springer peilt nun für 2016 nur noch Erlöse auf dem Vorjahresniveau an, geht aber weiter von einem Gewinnanstieg aus. Bisher hatte Springer ein Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich eingeplant.
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