Arte setzt auf digitale Expansion
 

Arte setzt auf digitale Expansion

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Der Sender beruft sich auf rasant steigende Zuseherzahlen seiner englischsprachigen, spanischen und polnischen Zusatzangebote auf digitalen Plattformen.
Der Sender beruft sich auf rasant steigende Zuseherzahlen seiner englischsprachigen, spanischen und polnischen Zusatzangebote auf digitalen Plattformen.

Der deutsch-französische Kultursender Arte baut sein digitales Angebot weiter aus und startet mit einem italienischen Angebot, womit in den dann insgesamt sechs Sprachen 70 Prozent der europäischen Bevölkerung in ihrer Muttersprache erreicht werden können.

Die Sitzung der Mitgliederversammlung und des Programmbeirats von Arte sowie den acht europäischen öffentlich-rechtlichen Partnersendern, darunter auch dem ORF, brachte in der vergangenen Woche Rückhalt für die Pläne des Senders zum digitalen Ausbau. Neben Smartphones und Tablets setzt Arte dabei vor allem auf wachsende Nutzung von Smart TV, um auf diesem Weg sein Publikum zu vergrößern.

Seit 2015 bietet der Sender mit Unterstützung der EU für ausgewählte Programme in seiner digitalen Präsenz englische, spanische und polnische Fassungen. Die Reichweite dieses Zusatzprogramms habe sich jedes Jahr verdreifacht, so der Sender, und sei zuletzt im Jänner bei 800.000 Video Views gelegen. Diesen Juni 2018 startet das Angebot "Arte in italiano". Dadurch erreicht der Sender potenziell 360 Millionen Europäer und somit etwa 70 Prozent der EU-Bevölkerung in ihrer Muttersprache. Der Sender sieht das als "einen aktiven Beitrag zur Entstehung eines öffentlichen, europäischen Raums und zum Zusammenschluss der Kulturen in Europa". Man wolle sich dem Ziel "einer europäischen Öffentlichkeit stetig annähern".

Mehr als 85 Prozent der Arte-Sendungen seien europäischen Ursprungs, so der Sender. An kommenden Highlights wurden etwa genannt: die achtteilige Serie "Krieg der Träume 1918-1938", die mit Zeitzeugen ein Bild der Zwischenkriegszeit entwerfen soll, und nach dem Vorbild der Projekte "24h Berlin" und "24h Jerusalem" die Produktion von "24h Europa" mit Fokus auf die Jugend Europas, unter Beteiligung der Partnersender. Wie es in einer Aussendung des Senders heißt, stellten sich alle assoziierten Sender auch hinter die Strategie des Ausbaus der gemeinsamen Strategie für Koproduktionen und der Verbreitung hochwertiger Programme in ganz Europa.

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