APA setzte zur EU-Wahl auf automatisierte Ber...
 

APA setzte zur EU-Wahl auf automatisierte Berichterstattung

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Symbolbild
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Für den zusätzlich zur regulären Wahlberichterstattung erzeugten Content wurden große Datenmengen in Textform aufbereitet, die bis dato nur in Tabellenformaten vorlagen.

In einem Pilotprojekt stellte die Redaktion der Austria Presse Agentur (APA) die Wahlergebnisse von mehr als 2.000 heimischen Gemeinden in automatisiert erstellten Kurzberichten für Test-User unter den Medienkunden zur Verfügung. Ziel des Testlaufs war, künftige Einsatzmöglichkeiten automatisierter Inhaltserstellung durch die APA für ihre Kunden zu evaluieren, um breitere, regionalere Berichterstattung für alle Formate liefern können.

"Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass immer mehr Medien Automatisierungsstrategien einsetzen – auch immer mehr Nachrichtenagenturen", erklärt APA-Chefredakteur Johannes Bruckenberger. "Für die APA ist klar: Wir sehen in dieser Technologie Potenzial, unseren Kunden zusätzliche Inhalte zu liefern, die sich speziell für Online-Plattformen und -Kanäle eignen. Völlig undenkbar wäre dagegen, Teile der von unserer Redaktion erstellten Produktion an Algorithmen auszulagern."

Bei der Umsetzung des Prototypen griff die APA auf eine gemeinsam mit einem externen Partner implementierte Lösung im Bereich NLG (Natural Language Generation) zurück. Die Datenaufbereitung erfolgte durch die APA-IT, die Redaktion formulierte die dafür nötigen Regeln und verfasste eine große Zahl an Textvorlagen, um alle möglichen Ergebnis-Konstellationen abzudecken.

Das Projekt hat laut Bruckenberger gezeigt, dass es eine falsche Annahme sei, im Journalismus durch Automatisierung Zeit und Geld sparen zu können. „Der Aufwand ist enorm, sowohl technisch als auch journalistisch. Und es braucht sehr spezifische Kompetenzen, die wir im APA-Newsroom zum Glück haben. Dieser zusätzliche Content erfordert auch zusätzliche Investitionen.“

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