APA-Politikerranking: Politiker in Tageszeitu...
 
APA-Politikerranking

Politiker in Tageszeitungen: omnipräsent dank Corona-Krise

APA

Mit 1.560 Beiträgen war der Bundeskanzler im März der präsenteste Politiker in Österreich. Die Corona-Krise verhilft aber auch Spitzenvertretern der Sozialpartnerschaft zu Aufmerksamkeit.

Laut dem monatlichen APA-Comm-Politikerranking war Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im vergangenen Monat der meist genannte Politiker in den heimischen Tageszeitungen. Dafür verantwortlich ist besonders die seit Mitte März omnipräsente Corona-Krise. Während die Nennungen von Kurz zu Monatsbeginn noch hauptsächlich mit der Flüchtlingsthematik an der griechisch-türkischen Grenze in Verbindung standen, wurde er ab dem 10. März in 95 Prozent aller Beiträge im Kontext mit dem Coronavirus genannt. Insgesamt wurde er in 1.560 Artikeln genannt. Platz zwei und drei belegen, ebenfalls ganz im Zeichen der Corona-Krise, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Die Grünen) mit 975 Nennungen und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) mit 589 Erwähnungen. Der grüne Vize-Kanzler Werner Kogler belegt Platz vier mit 556 Beiträgen. Als einzige Oppositionspolitikerin schafft es die SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner unter die Top Ten.

Im vergangenen Monat rückten auch viele Akteure mit Regierungsverantwortung in den Fokus der Medien. Neben sechs Vertretern der Bundesregierung und den Landeshauptleuten Michael Ludwig (Wien, SPÖ), Günther Platter (Tirol, ÖVP) und Thomas Stelzer (Oberösterreich, ÖVP) ist SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner die einzige Top-Platzierte ohne Regierungsamt. FPÖ-Chef Norbert Hofer und Parteivorsitzende Beate Meinl-Reisinger (NEOS) belegen die Plätze 21 und 44. Im Rahmen der Corona-Krise erfahren auch Vertreter der Sozialpartnerschaft vermehrt mediale Präsenz. So belegen beispielsweise Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer Platz 29 (+ ein Platz im Ranking) und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian Platz 34 (+ 77 Plätze).
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