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APA-DeFacto analysierte „klassische“ Medienpräsenz von Influencern

APA/dpa

Anlässlich der Influencer-Convention „VideoCon 2018“ untersuchte das Tochterunternehmen der APA die Sichtbarkeit von mehr als 60 österreichischen Social-Media-Stars in nationalen News-Websites und klassischen Printmedien.

Wie präsent sind die Selfmade-Werbeträger abseits der sozialen Netzwerke, und welche Medien verhelfen ihnen auch offline zu Bekanntheit? Dieser Frage ging APA-DeFacto nach und analysierte  die „klassische“ Medienpräsenz von über 60 österreichischen Influencern innerhalb der vergangenen sechs Monate. Das Ergebnis: Während die heimischen Top-3 Michael Buchinger, Fabio Wibmer und Madeleine Alizadeh auf dem Präsenzlevel internationaler Branchengrößen mitspielen können, findet über ein Drittel der ausgewerteten Meinungsmacher keine einzige Erwähnung. Generell hat laut Analyse in den vergangenen Jahren die Berichterstattung über Blogger, Vlogger und Instagramer in den heimischen Medien stark zugenommen, seit 2014 durchschnittlich um 40 Prozent pro Jahr. Für Manuel Kerzner, Medienanalyst bei APA-DeFacto, ein Zeichen für die gesellschaftlich gewachsene Bedeutung sozialer Netzwerke: „Alleine die Microblog-Plattform Instagram hat derzeit über zwei Millionen Nutzer in Österreich.“ Dementsprechend sei Influencer-Marketing ein aktueller Trend in der Kommunikations-Branche. Die dafür aufgewendeten Budgets erreichen laut einer Studie von APA-DeFacto und APA-OTS aus dem Juni in österreichischen Firmen durchschnittlich fünfstellige Eurowerte.


YouTuber und Buchautor Michael Buchinger verbuchte laut Analyse in den vergangenen sechs Monaten 178 Medienbeiträge – durchschnittlich einen pro Tag – und ist damit der medial präsenteste Influencer des Landes. Auf Platz zwei mit 115 Beiträgen fährt der Osttiroler Mountainbiker und Video-Produzent Fabio Wibmer und den dritten Platz im Ranking konnte die Wiener Lifestyle-Bloggerin Madeleine Alizadeh, besser bekannt als „dariadaria“, erreichen. Sie wurde 113 Mal genannt. Bemerkenswert sei der hohe Frauenanteil unter den präsentesten heimischen Digital-Stars: Sechs Männer stehen gleich vierzehn Frauen gegenüber. Anlass für die APA-DeFacto-Analyse ist die am Samstag in Graz stattfindende Influencer-Convention „VideoCon 2018“.

Im Vergleich zu internationalen Social-Media-Stars liegen laut APA-DeFacto die heimischen Top-3 auf einem ähnlichen quantitativen Niveau und können diese sogar teilweise hinter sich lassen. Bei genauerer Betrachtung werde aber klar, dass die Mehrheit der Influencer-Artikel auf wenige Redaktionen verteilt ist. Sowohl in Print- als auch in Online-Medien entfallen mehr als die Hälfte aller Beiträge auf drei Verlagsgruppen: Österreich, Mediaprint und News.

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