Anti-Facebook: Twitter will mehr Content anze...
 

Anti-Facebook: Twitter will mehr Content anzeigen

#

Mit dem neuen Cards-System können Produkte, Apps und Bildergalerien präsentiert werden

In einem Blog-Eintrag hat der Kurznachrichten-Dienst Twitter angekündigt, seine Technologie auszubauen. Bis dato würden mehr als 10.000 Web-Entwickler diese verwenden, um Online-Inhalte direkt in den Streams der Twitter-Nutzer anzeigen zu können. Vor dem Start von Cards mussten die Nutzer den Links in den Tweets folgen, um zum entsprechenden Inhalt zu gelangen.

Das neue Cards-System ist auf drei Inhalts-Typen spezialisiert: Produkte, die in Wort und Bild angezeigt werden können, Bildergalerien und Apps. Letztere sind ein Spezialfall: Sehen Nutzer Content (z.B.: ein Bild), das mit Hilfe einer App bei Twitter gepostet wurde, können sie über einen Direkt-Link diese App mit einem Klick installieren (siehe Beispielbild oben).

Die Twitter Cards gibt es schon länger und sie konnten bisher Videos, einzelne Fotos oder Snippets von Online-Artikeln anzeigen. Der Sinn: Die Nutzer sollen auf der Twitter-Webseite beziehungsweise den Twitter-Apps bleiben, um den verlinkten Content zu konsumieren, anstatt wegzusurfen.

Kampf gegen Facebook

Die Twitter-Cards waren in der jüngeren Vergangenheit Gegenstand einer Auseinandersetzung mit Facebook. Nach dem Kauf der Foto-App Instagram stoppte Facebook deren Cards-Unterstützung - seither müssen Twitter-Nutzer auf den Link zur Instagram-Webseite klicken, um gepostete Instagram-Fotos zu sehen.

Facebook will so Nutzer weg von Twitter hin zu seinen eigenen Web-Angeboten locken. Denn der Kurznachrichten-Dienst entwickelt sich immer mehr zu einem konkurrierenden Social Network, das mit derzeit etwa 200 Millionen aktiven Nutzern stetig wächst.

Dass Twitter sich selbst als Facebook-Rivale sieht, zeigt etwa den Kauf der Video-App Vine, die als Instagram-Alternative positioniert ist und ziemlich ähnlich funktioniert. Weiters baut Twitter ständig die Targeting-Möglichkeiten für Werber aus, um diese im Social Web weg von Facebook zu locken.
stats