Amazon kauft Empfehlungs-Dienst Goodreads
 

Amazon kauft Empfehlungs-Dienst Goodreads

#

Das Buchempfehlungs-Netzwerk wurde für einen unbekannten Betrag von dem Online-Händler übernommen

Dass Konsumenten vor allen den Empfehlungen seitens persönlicher Bekannter trauen und weniger den Werbebotschaften von Marken im Internet (HORIZONT online berichtete) trauen, dürfte sich auch bis nach Seattle ins Hauptquartier von Amazon herumgesprochen haben. Denn in der Nacht auf Freitag hat der Online-Riese bekannt gegeben, das Buchempfehlungs-Netzwerk Goodreads zu übernehmen. Über den Kaufpreis schwieg man sich bis dato aus.

Goodreads hilft seinen eigenen Angaben zufolge 16 Millionen Nutzern dabei, die richtige Lektüre zu finden. Auf der Internet-Plattform kann man sich mit Facebook-, Twitter- oder Google-Account einloggen und dann mitverfolgen, was die eigenen Kontakte derzeit so lesen. Das und ein Empfehlungs-Algorithmus, der Goodreads zufolge 20 Milliarden Datenbankeinträge analysiert, sollen den Usern interessante Bücher ans Herz legen.

Empfehlungen von Freunden

Amazon plant offenbar, den Nutzern seines digitalen Lesegeräts Kindle ein sozialeres Leseerlebnis zu bieten. Möglich wäre, dass Konsumenten so mehr Bücher kaufen, wenn die Goodreads-Funktionen bei Kindle oder generell auf der Amazon-Webseite integriert werden.

Die Empfehlungsfunktionen könnten aber auch auf andere Geschäftsbereiche ausgeweitet werden - etwa Filme, Musik, Games oder Software. Amazon steht mit seinen digitalen Angeboten in direkter Konkurrenz zu Apple und Google, die ebenfalls vor allem über ihre mobilen Geräte digitalen Content an die Nutzer verkaufen bzw verleihen wollen.
stats