Alipay macht sich in Österreichs Handel breit
 

Alipay macht sich in Österreichs Handel breit

DM / Marco Riebler

In den vergangenen Tagen haben einige Handelsketten den Start von Alipay als offizielles Zahlungsmittel bekanntgegeben. So sollen chinesische Touristen in Österreich angesprochen werden.

Es geht einfach, schnell und ist bei chinesischen Touristen und Geschäftsreisenden sowie bei Chinesen, die in Österreich leben, sehr beliebt: die Bezahlung in den Geschäften per Alipay. In den vergangenen Tagen haben die Handelsketten Billa, Merkur, Bipa sowie DM Drogerie Markt bekanntgegeben, die Zahlung per Alipay-App zu akzeptieren. Die Verwendung ist unkompliziert: An der Kassa öffnet der Kunde auf seinem Smartphone die Alipay-App und generiert per Fingertipp einen QR-Code. Dieser wird gescannt und der Kauf damit abgeschlossen. 

Fokus auf chinesische Touristen

„Immer mehr chinesische Touristen, aber natürlich auch in Österreich lebende chinesische Stammkunden, schätzen unser Angebot. Mit der Einführung von Alipay ermöglichen wir unseren Kunden aus Fernost das Einsetzen jener App, mit der sie aus der Heimat bestens vertraut sind“, erklärt Andreas Haidinger, Geschäftsführer Ressort Finanzen und Controlling, die Beweggründe der Einführung.

„Alipay ist nicht nur das gewohnte Zahlungsmittel der chinesischen Konsumenten – es ist vor allem auch eine Lifestyle-App“, meint Karl Wehner, General Manager Germany, Switzerland, Austria der Alibaba Group, zu der Alipay gehört. „Händlern wie dm beispielsweise bietet sie die Möglichkeit, chinesische Konsumenten überhaupt erst in das stationäre Geschäft zu führen und etwa auf Sonderangebote hinzuweisen. Zurück in der Heimat können chinesische Kunden, die dm in Österreich schätzen gelernt haben, dann gezielt angesprochen werden, um zum Beispiel auf Tmall Global weiterhin DM Produkte zu kaufen. Wir haben bereits eine starke Partnerschaft in Deutschland aufgebaut, daher freut es uns umso mehr, dass chinesische Kunden nun auch bei dm in Österreich Alipay nutzen können.“

Die technische Umsetzung im Fall von DM übernimmt epay, ein weltweit führender Full-Service-Dienstleister für Zahlungs- und Prepaid-Lösungen. „Die Vielfalt und die Nachfrage von innovativen Bezahlmethoden wie Alipay wächst – allein im deutschsprachigen Raum haben wir in den vergangenen Monaten bereits über 10.000 Point of Sales im Handel damit ausgerüstet und freuen uns, nach dm Deutschland jetzt dm Österreich bei diesem Schritt zu begleiten”, so Markus Landrock, Managing Director epay DACH Global Issuing, Payments & Rewards.

Alipay öffnet sich auch für Touristen in China

Alipay wird von der Ant Financial Services Group betrieben, bedient zusammen mit seinen lokalen E-Wallet-Partnern aktuell über 1,2 Milliarden Nutzer und gehört somit zu den weltweit größten mobilen Bezahlsystemen. Die Verwendung von Alipay war bisher jedoch nur mit einem chinesischen Bankkonto möglich. Doch auch das ändert sich jetzt für europäische Reisende in China. Wie Alipay letztens bekanntgab, können von nun auch ausländische Nutzer die App für iOS und Android herunterladen, sich dann für die internationale Version registrieren. Anschließend können die Nutzer Geld auf eine virtuelle Prepaid-Karte laden und mit Alipay in China bezahlen. Den Alipay-Angaben zufolge wird das Unternehmen Visa und Mastercard sowie JCB aus Japan und Diners Club aus Singapur unterstützen.

Alipay deckt aktuell über 50 Länder und Regionen ab. Steuerrückerstattung über Alipay ist zudem in 35 Ländern und Regionen möglich. Alipay arbeitet mit über 250 ausländischen Finanzinstituten und Anbietern von Zahlungslösungen zusammen, um grenzüberschreitende Zahlungen für chinesische Reisende und Kunden im Ausland zu ermöglichen, die Produkte von chinesischen E-Commerce-Websites kaufen und unterstützt derzeit 27 Währungen.

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