Aktuelle Studie: Kreativ- und Digitalwirtscha...
 

Aktuelle Studie: Kreativ- und Digitalwirtschaft gehen Hand in Hand

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Die Kreativwirtschaft nutzt digitale Technologien und gestaltet diese mit, besagt eine aktuelle Studie der Kreativwirtschaft Austria.

Im neu erschienen Siebten Österreichischen Kreativwirtschaftsbericht der Kreativwirtschaft Austria wird unterstrichen, wie sehr Innovationsleistungen die Kernkompetenz der Kreativwirtschaft sind, zumal über die Hälfte der heimischen Kreativwirtschaftsunternehmen den Fokus bei Innovationen auf neuartige Anwendung im Bereich der Digitalisierung legt. Diese kommen vor allem in den Branchen Software und Games (82 %) sowie Design (60 %) zur Anwendung. Dort schaffen Kreativunternehmen neue Technologien wie zum Beispiel  Blockchain, Apps, Gamification- Lösungen, Webdesign, User-Interfaces und entwickeln digitale Schnittstellen zu traditionellen Handwerks- und Design-Berufen, wie beispielsweise „Generatives Design“. „Auf dem Feld der Digitalisierung sind Kreativschaffende Early Adopter. Durch die Entwicklung und Verbreitung innovativer Technologielösungen tragen sie vor allem im produzierenden Bereich – aber auch gesamtwirtschaftlich gesehen – zu einem erfolgreichen digitalen Wandel bei“, erklärt der Vorsitzende der Kreativwirtschaft Austria (KAT) Gerin Trautenberger.

Laut dem kreativwirtschaftspolitischen Datenblatt 2017 der Kreativwirtschaft Austria ist der Bereich Software und Games die dynamischste Branche innerhalb der Kreativwirtschaft. Zum einen zieht dieser Bereich den größten Beschäftigungsanteil nach sich (jeder vierte Mitarbeiter bzw. jede vierte Mitarbeiterin ist dort tätig), zum anderen erzielt er auch den meisten Umsatz (29 %) und die größte Bruttowertschöpfung (34 %). Die digitale Kompetenz Kreativschaffender reicht jedoch weit über diese Branchen hinaus. Kreativunternehmen optimieren digitale Prozesse in Unternehmen, entwickeln digitale Geschäftsmodelle, Social Media-Lösungen und vieles mehr für ihre Kundinnen und Kunden.

Impulse und Strategien

Als Innovationsnachfrager geben Kreativschaffende auch Innovationsimpulse auf Lieferantenseite. Laut dem aktuellen Kreativwirtschafsbericht setzen 87 % der Kreativunternehmen im eigenen Unternehmen neuartige Produkte, Verfahren oder Technologien ein, die von anderen Unternehmen entwickelt wurden. 69 % nutzen im laufenden Geschäftsbetrieb Softwareanwendungen neuer Internettechnologien, die teilweise von den Herstellerfirmen auch direkt für sie neu entwickelt oder wesentlich angepasst wurden.

Auch die Kunden können vom digitalen Know-how der Kreativwirtschaft profitieren und werden dabei unterstützt, neue digitale Tools zu nutzen, heißt es von KAT: Die Software und Gaminig-Industrie beispielsweise, deren Kerntätigkeit bereits digital ist, kann besonders KMU und der öffentlichen Verwaltung bei der Entwicklung digital basierter kundenorientierter Services helfen. Das verdeutlicht auch die folgende Kreativwitschaftsgeschichte.

Zum Download des Reports.

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