7 Wünsche an…
 

Fachverband Werbung und Marktkommunikation legt To-Do-Liste als „Sieben-Punkte-Programm“ für Legislaturperiode Herbst 2013 bis 2018 vor.

Aufgalopp zur Erstellung der Koalitionsabkommen ab der Nationalratswahl Ende September 2013: Was, so wissen gelernte Interessenvertreter vulgo Lobbyisten, nicht zeitgerecht vor der "heissen" Phase des Wahlkampfes - wahrscheinlich kurz und knackig im September - und der dann stattfindenden "Zeit fokussierter Unintelligenz" (Copyright Michael Häupl, SPÖ-Bürgermeister in Wien) auf die Agenda der politischen Parteien gesetzt wird, lässt sich bei den Koalitionsverhandlungen zu einem Regierungsübereinkommen nur schwer auf´s Tapet bringen.

Der Fachverband Werbung und Marktkommunikation - FV-Obfrau Angelika Sery-Froschauer und FV-Geschäftsführer Markus Deutsch - mit rund 20.000 Mitgliedsunternehmen (über 60 Prozent davon sind EPUs) und rund 25.000 angestellten Mitarbeitern legt anlässlich der Präsentation des Werbeklimaindex ein "Sieben-Punkte-Programm an die nächste Bundesregierung" vor:



  • Abschaffung der Werbeabgabe (fünf Prozent Abgabe auf Netto-Mediakosten - außer Online! - spielten 2012 laut Finanzministerium rund 110 Millionen Euro ein);


  • Einführung der Werbeausgaben-Zuwachsprämie (eine langjährige Forderung der FG Wien - wer seine Werbespendings steigert, sollte diese Erhöhungen extra steuerschonend belohnt erhalten);


  •  Keine Diskriminierung durch neue Online-Steuern - Fairer Wettbewerb in der digitalen Kommunikation (das spielt auf die "worst-case" Ausdehnung der Werbesteuer auf Online an, wie vor nunmehr zehn Jahren den Direct-Marketern mit dem Scheinargument "Diskriminierung der klassischen Werbeträger" widerfahren);


  • Mehr Rechtssicherheit in der Sozialversicherung bei der Abgrenzung von selbständiger und unselbständiger Erwerbstätigkeit;


  • Wirtschaftsorientierte Umsetzung des EU-Datenschutzes;


  • Keine neuen gesetzlichen Werbeverbote und Werbebeschränkungen (auf der EU-Agenda stehen beispielsweise Tabak, Nahrungsmittel und Kinderspielzeug);


  • Flexibilisierung der Arbeitszeit (im Wiener Kollektivvertrag ist eine 38 Stunden Woche mit fixen täglichen Zeiten festgeschrieben ohne "Durchrechnungsmöglichkeit" - diese Regelung soll neben freien Vereinbarungen zu Feiertags-Wochenenden an die einzelnen Betriebe delegiert werden).


Es wird interessant sein, ob und wie die wahlwerbenden Parteien in ihren Programmen auf dieses sieben Punkte reagieren - und was sich dann, nach der "Zeit fokussierter Unintelligenz", in einem Regierungsprogramm wiederfinden wird.
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