"3"-CEO: Rebranding im dritten Quartal
 

"3"-CEO: Rebranding im dritten Quartal

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Trionow: „Unser Anspruch ist es ab heute als gemeinsames Unternehmen zusammenzuarbeiten“ - Für die Kunden ändert sich noch nichts

Anlässlich der Übernahme von Orange Austria durch Hutchison 3G Austria ("3") hat "3"-CEO Jan Trionow am Montag zu einem Pressegespräch geladen und gab dabei einen Ausblick auf die weiteren Pläne des Mobilfunkers. "Unser Anspruch ist es, ab heute als gemeinsames Unternehmen zusammenzuarbeiten", erklärte Trionow und erörterte die Beweggründe der Übernahme. So habe Orange Austria zuletzt mit einem schwierigen finanziellen Umfeld zu kämpfen gehabt. Gleichzeitig sei "3" vor der Herausforderung gestanden, eine größere Kundenbasis zu schaffen, um notwendige Skaleneffekte zu realisieren. Außerdem seien zusätzliche Frequenzen und Basisstationen notwendig, um den eigenen Wachstumskurs bei mobilem Breitband fortsetzten zu können.

Rebranding in Planung

Nachdem der Deal am 3. Jänner 2013 genehmigt wurde, sei es das nächste Ziel, die beiden Gruppen möglichst schnell zusammenzuführen. So sei bereits eine gemeinsame Organisation geschaffen worden, erörterte Trionow. Weiters sei eine Zusammenführung am Unternehmensstandort in der Brünner Straße geplant. Im dritten Quartal diesen Jahres werde es zudem zu einem Rebranding kommen. Der "3"-Ceo dazu: "Damit verschwindet die Marke Orange aus dem Markt. Wir versuchen beide Markenwelten zu vereinen, weshalb sich auch das Erscheinungsbild der Marke '3' verändern wird." Mit dem Rebranding gehe auch die Zusammenführung der Sales- und Shopwelten einher. Ab dem dritten Quartal 2013 werden Orange-Kunden auch Zugang zum "3"-Netz haben.

Österreich erhält landesweites LTE-Netz

Laut Trionow bildet die Zusammenlegung der beiden Mobilfunknetze auch die Grundlage für den Auf- und Ausbau eines flächendeckenden LTE-Netztes ("Long Term Evolution" ist die Nachfolgegeneration von UMTS) in Österreich. Ein wenig muss man sich aber noch gedulden - die Fertigstellung ist für Ende 2014 geplant.

"3" hält 22 Prozent - Mitarbeiterabbau bei Orange steht bevor

Laut eigenen Angaben hat "3" durch den Orange-Kauf nun einen Marktanteil von 22 Prozent, A1 (inkl. Yesss!) bringt es auf 46 Prozent und T-Mobile Austria auf 31 Prozent. Die Geschäftsleitung von "3" bleibt unverändert, das Orange-Management legte vertragsgemäß seine Ämter nieder. Von einigen der insgesamt 1.400 Mitarbeiter ("3" hat 600, Orange hat 800) werde man sich im Zuge der Zusammenführung trennen müssen, so Trionow.
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