1.10., 00:00:01: futurezone.at neu startet
 

1.10., 00:00:01: futurezone.at neu startet

Mit Mitternacht startet die Domain futurezone.at ohne ORF unter dem Dach des Telekurier neu – und doch wird vieles vertraut bleiben.

Am 16. September erteilte der ORF-Stiftungsrat dem Vorschlag des kaufmännischen Direktors Richard Grasl und des Online-Direktors Thomas Prantner Zustimmung, die bisherige ORF-Sub-Domain „futurezone.orf.at“ an den Telekurier zu verkaufen – wie es Ihnen der Gesetzgeber mit Wirkung vom 1. Oktober befiehlt.

Telekurier, diepresse.com und dem Vernehmen nach derstandard.at waren jene drei Bieter, die von i5invest, vom ORF mit der Durchführung des Angebotsverfahrens betraut, den ORF-Direktoren vorgeschlagen hatte. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart – in Anbetracht des vom ORF in der Ausschreibung deklarierten jährlichen Netto-Werbevolumens von einer halben Million Euro ist dieser Betrag (bis zu siebenstellig) als unterste Grenze realistisch.  

Telekurier, eine Tochter der Kurier Redaktions GmbH unter dem Dach der Mediaprint, und sein Leiter Ronald Schwärzler sind seither mit der „Migration“ beschäftigt – und Kurier-Geschäftsführer Thomas Kralinger mit Verhandlungen. Denn unklar war bis zuletzt, in welcher Form – Stichwort Archiv, Stichwort Community aber auch Redaktion – der neue Besitzer auf Personal, die History und das Inventar der bisherigen Zone zurückgreifen kann (und will).

Das ist, so Telekurier Leiter Ronald Schwärzler bei einem Gespräch am Range der der Präsentation der ÖWAplus Zahlen heute Donnerstag Mittag, weitgehend geklärt. Von den bis zu sechs Redakteuren, die bisher auf dem ORF-Online-Ticket die FuZo befüllt haben, dürfte vorderhand keiner die öffentlich-rechtliche Produktionswelt verlassen.
Große Teile des über bald an die 15 Jahre angehäuften Archivs werden wohl in der Hemisphäre des ORF verbleiben – die Rechtesituation lässt sich nicht sauber klären. Angedacht sind Verlinkungen.
Was voll etabliert und weiter betrieben werden soll auf der Futurezone-neu ist das umfangreiche Postingwesen und die Pflege der Community – wieweit die folgen wird, wird sich weisen.

Redaktionell wird die futurezone.at von Kurier-Techno-Leiter Gerald Reischl und seinem Team betreut werden, freie Mitarbeiter in Ergänzung sind vorgesehen.

Die Vermarktung der Futurezone.at-neu macht nicht kurier.at, sondern die Agentur Adworx mit Martina Zadina an der Spitze – die den Markt dem Vernehmen nach schon heftig beackert.
Mit 1. Oktober wird die futurezon.at auch bei ÖWA-Basic und ÖWAplus als Einzelangebot gemeldet – spätestens für November sollte es erste Unique-Client-Daten geben, und in der ÖWAplus-4. Quartal 2010, deren Erhebung am 1. Oktober startet, soll Futurezone ebenso ausgewiesen werden. Der – Arbeitstitel – Telekurier wird dann ein neues Dachangebot in der ÖWA werden mit den beiden Domains kurier.at und futurezone.at.  

Also: Heute, 30. September 2010, noch reinschauen in die futurezone.orf.at – und ab Mitternacht (Schwärzler ersucht um Verständnis, dass es in den ersten Stunden möglicher Weise noch holpern könnte) in die neue FuZo ohne ORF. Toitoitoi!
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