WM bringt Werbegelder nach Südafrika
 

WM bringt Werbegelder nach Südafrika

In der südafrikanischen Werbebranche rechnet man mit 220 Millionen Dollar an zusätzlichen Einnahmen, Experten mahnen zur Vorsicht.

Internationale Marken machen Millionenbeträge locker, um die WM-Fans zu erreichen. Ein großer Geldgeber darunter ist Nike, der gar kein offizieller Sponsor ist, aber dennoch immense Summen in den Event investiert. Der Konzern hat im Web bereits sogar die offiziellen FIFA-Werbepartner hinter sich gelassen. Gerade erst wurde von Nike der größte afrikanische digitale Werbescreen auf einem 30-stöckigen Haus in Johannesburg in Beschlag genommen. Dort werden Twitter- und Facebooknachrichten von Fans neben riesigen Bildern von Fußballstars gezeigt. Nike achtet dabei penibel darauf, welcher Content veröffentlicht wird, nicht jede Nachricht darf unkontrolliert auf den großen Bildschirm, wie der "Guardian" berichtet.

Während der Wirtschaftskrise erzielte Südafrikas Wirtschaft laut Zahlen von Group M (WPP) nur ein Jahreswachstum von 0,4 Prozent. Vor der Krise hatte die schnell wachsende Werbebranche in der Region seit 2001 jährlich zweistellige Zuwächse erlebt. Aufgrund der WM hat Group M seine Prognose für 2010 nun mehr als verdoppelt. Nun gehen die Experten davon aus, dass Südafrikas Werbewelt in diesem Jahr im Vergleich zu 2009 um 220 Millionen Dollar mehr einnehmen wird.

Wenngleich die Prognosen für die südafrikanische Werbewirtschaft optimistisch stimmen, ist nach Meinung Deutscher Experten, wie dem Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), eine Fußball-WM als Wachstumsmotor dennoch mit Vorsicht zu genießen. Alle bisherigen Gastgeber-Länder hätten volkswirtschaftlich kaum von der WM profitiert, monetärer Sieger wäre stets die FIFA gewesen.

(Quelle: pte)
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