Wie Kreativ ist die Werbung, sind die Auftrag...
 

Wie Kreativ ist die Werbung, sind die Auftraggeber?

Der CCA vermittelt den Beratern in den Agenturen Kreativität und wollte mit einem Kundenvertreter über Werbung diskutieren.

"Creation für Nicht-Creative" unter diesem Titel hatten der Creativ Club Austria (CCA) und das Austrian Chapter der International Advertising Association (IAA) zu einem Seminar mit Urs Beer (Kommunikationsberater, Präsident des IAA Swiss Chapter, Aufsichtsratsmitglied der Advico Young & Rubicam in Zürich und Chairman Marbach Academy GWA/BSW) geladen. 25 "Nicht-Creative" aus den führenden Agenturen des Landes gaben sich eineinhalb Tage lang den Ausführungen Beers hin und wollten zum Abschluss der Veranstaltung mit Beer, CCA-Präsident Tibor Bárci und IAA-Präsident Erich Buxbaum über Kreativität in der Werbung, aus Sicht der Werbeagenturen und aus Kundensicht diskutieren. Letztere Sichtweise blieb allerdings unbeleuchtet, da Buxbaum nicht als Diskutant erschien. Eine eigenwillige Diskussion ohne rechtes Ergebnis war die Folge.



Die Frühchristen hätten nicht Mut gebraucht, als sie zu den Löwen in Arena geführt wurden, sondern ihren Glauben, meinte Bárci: "Die Agenturen brauchen den Glauben an die Kreativität, dann kommt der Mut von selbst." Laut Johannes Newrkla, Vorstandsmitglied des CCA, gebe es in der österreichischen Werbewirtschaft eine Vertrauens-, eine Angst- und eine finanzielle Krise sowie zuviele "Alte im Kopf" – all das würde die Kreativität in der heimischen Werbung nicht gerade fördern. Eine völlig andere Struktur der Agenturen wie in Deutschland und Österreich ortet hingegen Beer, in Österreich gebe es kein Pendant zum deutschen Gesamtverband Werbung (GWA) oder dem Bund Schweizer Werbeagenturen (BSW), weshalb es den Agenturen mitunter möglicherweise an Durchsetzungskraft gegenüber den Auftraggebern mangle.

(as)


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