Werbung zu Weihnachten: Was punktet
 

Werbung zu Weihnachten: Was punktet

Eva Haindl
„Als Zeichen der Wertschätzung hat der Werbeartikel vor allem rund um Weihnachten Sinn,“ erläutert Kathrin Schneider, Vorstandsmitglied beim Verband österreichischer Werbemittelhändler.
„Als Zeichen der Wertschätzung hat der Werbeartikel vor allem rund um Weihnachten Sinn,“ erläutert Kathrin Schneider, Vorstandsmitglied beim Verband österreichischer Werbemittelhändler.

Im Advent überfluten Werbemittel die Haushalte. Kathrin Schneider, VÖW, erklärt, wie man mit seinen Produkten in der Masse trotzdem positiv auffällt.

Hier ein schöner Kugelschreiber, dort der passende Block und zum Schluss noch ein Adventkalender mit dem Firmenlogo. In der Vorweihnachtszeit und zu Neujahr sind Werbemittel ein gern verwendeter Festtagsgruß an die Kunden. Sie können eine kleine Aufmerksamkeit sein oder ein Dankeschön für die gute Zusammenarbeit im vergangenem Jahr.

„Als Zeichen der Wertschätzung hat der Werbeartikel vor allem rund um Weihnachten Sinn,“ erläutert Kathrin Schneider, Vorstandsmitglied beim Verband österreichischer Werbemittelhändler, „da gibt es dann zu den Weihnachtsgrüßen beispielsweise Wollsocken, die im Winter wärmen – das bleibt natürlich im Gedächtnis haften.“ Grundsätzlich liegen die Vorteile des Werbeartikels nahe, so ist es vor allem die haptische Erfahrung, wodurch dieser punktet.

Im Normalfall bleibt er eine gewisse Zeitspanne beim Endkunden und wird wiederholt genutzt, somit „wird die zu übermittelnde Botschaft immer wieder unbewusst aufgenommen und gespeichert“. Wenn jede Firma zu Jahresende Gebrauch von Werbeartikeln macht, dann ist die Gefahr groß, in der Masse unterzugehen. Damit dies verhindert wird, muss der Gebrauch gut überlegt sein.

„Hier hat es in den letzten Jahren ein Umdenken gegeben. Werbeartikel werden viel bewusster eingesetzt und nicht mehr nach dem „Gießkannen-Prinzip“ verteilt,“ betont Schneider. Eine Lösung, um in der Masse nicht unterzugehen, ist somit nicht auf diese enorme Quantität aufzuspringen, sondern gezielt qualitativ hochwertige Produkte zu wählen.

Qualität und IT als Trend

Neben der Qualität ist es für Schneider besonders wichtig, dass der Werbeartikel zum jeweiligen Unternehmen passt und einen Mehrwert für den Kunden hat. Hierbei gibt es wie in jeder anderen Branche verschiedene Trends, die auch zur Weihnachtszeit gelten. Derzeit seien Taschen, hochwertige Textilien und IT-Artikel, wie beispielsweise Virtual-Reality-Brillen besonders beliebt.

Grundsätzlich gilt, das der Trend hin zu weniger und dafür sorgfältig ausgewählten Artikeln geht. Diese dürfen sich nicht jedes Jahr wiederholen, es sollte immer wieder eine neue Idee zum Einsatz kommen. Insbesondere in der Weihnachtszeit wiederholen sich oft die Motive und Artikel, was möglichst vermieden werden sollte. Zudem legen immer mehr Kunden Wert auf Produkte aus heimischer Herstellung, denn „Made in China“ ist nicht mehr gerne gesehen.

Dieser Nahebezug spielt auch eine Rolle bei der Übergabe, denn ein Geschenk, das der Kunde persönlich überreicht bekommt, hinterlässt einen besseren Eindruck. Der perfekte Weihnachtswerbeartikel sollte also qualitativ hochwertig sein, aktuelle Trends im Auge behalten und eine einzigartige Idee mit dem Unternehmenskonzept verbinden. Es gibt aber auch einzelne Artikel, die beliebter sind, als andere. Laut einer Studie des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft, sind Schreibartikel das beliebteste Werbemittel bei Kunden, gefolgt von T-Shirts und Kalendern.

Es sind die Klassiker unter den Artikeln, die auch zu Weihnachten ankommen. „Eine weitere Möglichkeit, seine Kunden nachhaltig zu beschenken, ist die Wahl des Zeitpunkts,“ betont Schneider und ergänzt, „zu Weihnachten schenken ‚alle‘ – zu Neujahr, zum Frühlingsbeginn oder aber zu bestimmten Kalendertagen können sich Unternehmen mit einem kleinen Gruß von der Konkurrenz hervorheben.“ Weihnachten bleibt ein hart umkämpftes Feld.

Genau wie die zahlreichen klassischen Werbekampagnen, kämpfen Werbeartikel um die Aufmerksamkeit. Jedoch bleiben sie länger stiller Begleiter und unterstützen so das einprägen der Werbebotschaft. Schneider betont: „Werbeartikel funktionieren dann, wenn sie auf die gesamte Werbelinie abgestimmt sind und dem Endkunden ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“
stats