Werberat zieht Bilanz
 

Werberat zieht Bilanz

Beschwerden haben in einem Jahr zugenommen – 13 Kampagnen-Stopps mussten ausgesprochen werden.

Der Bericht des Österreichischen Werberates (ÖWR) zum Jahr 2005 zeigt klar, dass die Beschwerden im Jahr 2005 mit 285 Beschwerden zu 110 Werbemaßnahmen deutlich über dem Jahr 2004 mit 181 Beschwerden zu 39 Kampagnen gestiegen sind. Der Österreichische Werberat führt diesen Anstieg nicht auf eine gesunkene Qualität der Werbung zurück. Der Werberat sieht die Gründe für die zunehmende Anzahl an Beschwerden in einem steigenden Bekanntheitsgrad des ÖWR in der Öffentlichkeit und dem ÖWR-Service, vor allem durch das unkomplizierte und kostenlose Beschwerdemedium www.werberat.at, das auch im vergangenen Jahr verstärkt angenommen wurde. Festgestellt wurde allerdings eine sinkende Qualität der Beschwerden, da diese oftmals ohne klar nachvollziehbare Begründung beim ÖWR einlangen.

Insgesamt 13mal forderte der Werberat den sofortigen Stopp von einzelnen Kampagnen. Darunter fiel etwa die Werbelinie von Styropor GPH, die für Dämmstoff aus Styropor mit einem Selbstmord-Sujets wirbt oder die Kampagen der Golf Week, die eine Veranstaltung mit einer Dame, die schwer von einem Golfball auf der unteren Gesichtshälfte getroffen wurde und dem Aufhänger "Treffen Sie Kolleginnen" beworben hat.

(kast)

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