Werberat mahnt Mazda ab
 

Werberat mahnt Mazda ab

Beschwerden über aktuellen TV-Spot, der an niedere Instinkte appelliert, die in der Werbung nichts mehr verloren haben.

Erneut leitet der österreichische Werberatauf Grund einer Beschwerde im Bereich Frauendiskriminierung umgehend Maßnahmen ein. Den Anlass dazu gab der Autohersteller Mazda, der nach Ansicht des Selbstkontrollorgans der Werbewirtschaft in seinem aktuellen Werbespot die Grenzen eines respektvollen und angemessenen Umgangs mit Sexualität überschreitet. Der Werberat fordert Mazda daher auf, bei der Gestaltung von Werbung sensibler vorzugehen.

Beschwerden über den aktuellen Mazda-Werbespot, der als sexuell anstößig sowie frauenfeindlich und diskriminierend bezeichnet wurde, sind beim Werberat eingelangt. Eine weibliche Schaufensterpuppe wird dabei von einem Mann in einem Mazda transportiert und offenbar durch die Autofahrt erregt – was wiederum den Mann erregen soll. Der aktuelle Mazda Werbespot vermittelt sexistische Signale in Form einer erotisierten Frau als Puppe. Dabei werden niedere Instinkte geschürt, die in der Werbung nichts verloren haben, so der Werberat in seiner Begründung.

Bezugnehmend auf Diskussionen rund um Sexualität in der Werbung, die immer wieder geführt werden, ist der Werberat überzeugt, dass Frauenfeindlichkeit oder -diskriminierung in Österreich in keinster Weise mehr Platz in der Werbung hat.

(kast)

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