Volkshilfe-Sommerkampagne am Start
 

Volkshilfe-Sommerkampagne am Start

NR-Präsidentin Barbara Prammer und Blink setzen sich für internationale Solidarität ein: „Für ein Leben ohne Armut“.

Bei einem Pressegespräch im Parlament präsentierte die Volkshilfe ihre aktuelle Sommerkampagne zugunsten ihrer Hilfsprojekte im Ausland. Unterstützt wurde sie dabei von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die auch als „Erste Volkshilfe-Botschafterin für Internationale Solidarität“ fungiert.
 
„Es ist wichtig, die Ursachen der Armut zu analysieren und mit gezielten Maßnahmen auf die Bedürfnisse der von Armut betroffenen Menschen und Regionen einzugehen,“ sagte Prammer und ergänzte: „Nahrungssicherheit, faire Entlohnung, gleichberechtigter Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Bildung und zum Gesundheitswesen sind dabei wesentliche Faktoren. Im Zuge der Krise trifft auch in Österreich Armut viele, die nie damit gerechnet hätten. Das schließt aber nicht aus, sich mit den Menschen in den Ländern des Südens solidarisch zu zeigen und sie zu unterstützen, aus eigener Kraft aus der Armut herauszukommen. Die derzeitige Wirtschaftskrise ist daher nicht als Ausrede, sondern als Auftrag zur Aktivität zu sehen, denn es sind die ärmsten Länder, die an der Verursachung der Krise nicht beteiligt waren und dennoch am stärksten darunter leiden.“

Volkshilfe Präsident Univ.-Prof. Dr Josef Weidenholzer, der auch Präsident des internationalen NGO-Dachverbandes solidar ist, gab einen Überblick über die drastischen Folgen, die die Finanz- und Wirtschaftskrise für die ärmsten Länder hat: „50 Millionen Menschen in Entwicklungsländern werden heuer ihre Arbeit verlieren, da in den reichen Industrienationen die Nachfrage nach Exportgütern gesunken ist. Die Zahl jener, die von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben müssen, wird 2009 um 200 Millionen auf insgesamt 1,3 Milliarden Menschen ansteigen und von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise werden weitere 53 Millionen Menschen in Armut gedrängt.“ Angesichts dieser Zahlen seien die Anstrengungen, die Österreich im Bereich Entwicklungszusammenarbeit unternimmt, deutlich zu wenig.
Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich: „Erstmals leiden weltweit über eine Milliarde Menschen unter Hunger und Unterernährung. Dieser beschämende ‚Rekord’ veranlasst die Volkshilfe, ihr Auslands-Engagement noch weiter zu intensivieren. Der Slogan ‚Für ein Leben ohne Armut’ ist nicht nur der zentrale Gründungsgedanke der Volkshilfe vor über 60 Jahren, sondern auch das Ziel all unserer Aktivitäten in der Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit. Mit dieser Kampagne, die neben einer österreichweiten Plakatierung auch Hörfunk- und TV-Spot umfasst, wollen wir das Bewusstsein in Österreich, dass gerade in Krisenzeiten ein Mehr an Solidarität notwenig ist, wecken und die Österreicherinnen und Österreicher um ihre Hilfe durch eine Spende bitten.“ Ermöglicht wurde die Kampagne dank der Unterstützung der Agentur Blink, Konstanze Breitebner (Sprecherin des Hörfunkspots), dem Atelier Kubinecz für grafische Gestaltung, MG Sound Studios, Gewista sowie dem ORF.

stats