Streit um Ausschreibung der Fachhochschule Wi...
 

Streit um Ausschreibung der Fachhochschule Wien

Die heimische Kreativzunft startet mit einem Konflikt um Abstandshonorare in das Jahr 2006.

Mit einem „Agenturbriefing für Relaunchnachbesserung“ lädt die Fachhochschule Wien Agenturen zur Teilnahme an einer Wettbewerbspräsentation. Vor allem die Passage „eine Abschlagzahlung ist nicht vorgesehen“ in der zehnseitigen Ausschreibung erregte die Gemüter einiger heimischer Kreativer. Zudem wurde gefordert, „optional zu vergebende Leistungsteile“ zu präsentieren. "Damit werden

Leistungen angefordert, deren Vergabe an andere sich der

Auftraggeber ausdrücklich vorbehält", kritisiert Tibor Bárci, Präsident des Creativ Club Austria (CCA).



Der CCA empfahl daher seinen Mitgliedern – wie bereits in ähnlichen

Fällen im Vorjahr – an dieser Ausschreibung nicht teilzunehmen, da aus seiner Sicht eine "angemessene Honorierung gerade

bei Wettbewerben unerlässlich ist". Nach dem Protest diverser CCA-Mitglieder bei der FH Wien entschloss sich diese, nun ein Abstandshonorar von 1.000 Euro zu zahlen. Dochlaut CCA steht "selbst

dieser Betrag in keiner adäquaten Relation zum geforderten Leistungsprofil". Der CCA hält seine Empfehlung daher aufrecht.

(as)

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