Senioren-Präambel für Werbung formuliert
 

Senioren-Präambel für Werbung formuliert

Seniorenverbände, Werber und Konsumentenschützer formulierten eine Richtlinie gegen die Diskriminierung älterer Menschen in der Werbung.

Die diskriminierende Darstellung älterer Menschen in der Werbung soll der Vergangenheit angehören: Eine entsprechende Richtlinie wurde in den Selbstbeschränkungskodex der österreichischen Werbeindustrie aufgenommen - damit Verstöße in Zukunft durch eine Beschwerde beim Werberat geahndet werden können. "Der medialen Diskriminierung älterer Menschen ist Einhalt zu gebieten", apellierte Sozialministerin Ursula Haubner bei der Präsentation der neuen Selbstverpflichtung an die heimischen Werber. Werbespots und Inserate, die Senioren als "Tschapperln" darstellen, sollen nun möglichst nicht mehr zum Einsatz kommen, wünscht sich auch der Präsident des Österreichischen Werberats, Dr. Heinrich Schuster. "Jede diskriminierende Darstellung und verbale Äußerung über ältere Personen ist zu vermeiden. im Besonderen sollen diese nicht vordergründig naiv, inkompetent oder als ungewollt komisch abgebildet werden", heißt es daher in der neuen Präambel. Und: "Ältere Menschen sind in der Darstellung nicht auf ihre Defizite zu reduzieren." Ausgearbeitet wurde die Richtlinie von Vertretern heimischer Seniorenverbände, des Konsumentenschutzes, der Werbung und der Wissenschaft.

(jed)

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