Salzburger ‚Grüße von der Busspur‘
 

Salzburger ‚Grüße von der Busspur‘

Salzburg AG
Umweltschutz ist nur einer der Aspekte der neuen Kampagne.
Umweltschutz ist nur einer der Aspekte der neuen Kampagne.

Mit Wortwitz will die Salzburg AG in einer neuen Kampagne ‚Öffi-fernen‘ Teilen der Bevölkerung das städtische OBus-Netz schmackhaft machen.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 16/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Nicht umsonst war der Verkehr in der Stadt Salzburg mit seiner Stau-Problematik eines der zentralen Themen im Landtagswahlkampf des Bundeslandes. Die Salzburg AG setzt mit einer neuen Image-Kampagne genau dort an: Unter dem Slogan „Grüße von der Busspur!“, mit der die Vorteile des öffentlichen Nahverkehrs den unerfreulichen Seiten des Individualverkehrs gegenübergestellt werden. Auf den Salzburger OBussen affichiert werden dabei – neben den Grüßen – Slogans wie „Feinstaub ist Dein Staub“, „Park & Ride statt Stau & Ärger“ und „Autonomes Fahren für 1,- Euro/Tag“ und sollen damit die unterschiedlichen Vorzüge der OBus-Infrastruktur in Salzburg hervorstreichen. Auf die Suche nach Slogans geht man auch bei der eigenen Belegschaft mit einem Contest für die besten Heck-Sprüche – und schafft damit zugleich Identifikation.

Zusätzlich wird mit Anzeigensujets geworben, die sich vordringlich an junges Publikum wenden, etwa mit dem Bild eines Burschen mit Kopfhörer und dem Slogan „Ich hör’ Musik und Du Verkehrsfunk – Fahr-Zeit für mich“ und tanzenden Jugendlichen mit dem Wording „Ohne Schlangenlinie von der Party nach Hause“.

‚Platz für positive Emotionen‘

Laut Unternehmenssprecherin Daniela Kinz will man die Bevölkerung stärker auf Bestehendes aufmerksam machen: Salzburg habe trotz der „oftmals heftig und negativ öffentlich diskutierten Verkehrsthematik“ ein Verkehrsangebot, das durchaus vergleichbar mit anderen Städten dieser Größe sei – und dennoch viele „Öffi-ferne Salzburgerinnen und Salzburger“. Oft sei der Bevölkerung das bestehende Angebot gar nicht bekannt. Diesem Umstand wolle man nun entgegenwirken, und in der Kampagne Service und Information mit dem Anspruch verbinden, „für Öffis Interesse und Begeisterung zu wecken und damit auch mehr Akzeptanz zu schaffen“.

Demonstrativ werde auf den „selbstbewusst-frechen Claim ‚Grüße von der Busspur‘“ gesetzt, so Kinz. Sie will mit der Kampagne in authentischem Tonfall „relevante, pointierte Geschichten rund ums Busfahren“ erzählen und damit „Platz für positive Emotionen“ schaffen.

Dass als zentrales Motiv der Kampagne die Busspur selbst gewählt wurde, liege nicht nur am Anliegen, sie als Instrument der Verkehrsbeschleunigung zu betonen, sondern auch weil das „Key Visual“ damit für alle Adressaten im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße liegt.

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