Publicis: Derzeit kein Interesse an Grey
 

Publicis: Derzeit kein Interesse an Grey

Die Publicis Groupe, einer von zwei potenziellen Übernahmekandidaten an der zum Verkauf stehenden Grey Global Group, signalisiert keine Interesse.

Für die Publicis Groupe wäre ein Kauf der Grey Global Group derzeit wenig sinnvoll, signalisiert Publicis Chairman und CEO Maurice Levy in einem Interview mit der französischen Tageszeitung "Le Figaro". Allerdings lässt sich Levy ein Hintertürchen offen und meint, einzelne Teile von Grey wären durchaus auch für seine Gruppe interessant. Eine weitere Akquisition mache nur dann Sinn, so Levy, wenn sie weitgehend zur Strategie von Publicis passen würde, bei Grey sei dies in ihrer Gesamtheit nicht der Fall. Nach der Übernahme der US-Holding Bcom3 sei jenes Interesse, das Publicis einst zu einer Übernahme an Grey gezeigt habe, deutlich zurückgegangen, so Levy.



Eine nicht unwesentliche Rolle im Rennen um Grey dürfte auch deren wichtigster Kunde Procter & Gamble spielen. Nach der Übernahme der BCom3-Holding (Leo Burnett, D'Arcy Masius Benton & Bowles) und der daraus resultierenden Auflösung des D´Arcy-Networks hatte Procter & Gamble seine bis dahin von D´Arcy betreuten Marken auf die unter dem Dach der Publicis Groupe angesiedelten Networks (Publicis, Saatchi & Saatchi sowie Leo Burnett) verteilt. Nun ist zum einen ungewiss, ob Procter & Gamble so gut wie alle seine Marken von Publicis-Agenturen betreuen lassen will. Zum anderen zählt jedoch Procters-Hauptkonkurrent Unilever zu den größten Auftraggeber der unter dem WPP-Dach angesiedelten Networks (Ogilvy & Mather, J. Walter Thompson sowie Young & Rubicam). WPP galt neben Publicis bisher als zweiter Interessent einer Übernahme von Grey

(as)

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