PPM Filmproduktion akquiriert Fotostudio Wein...
 

PPM Filmproduktion akquiriert Fotostudio Weinper & Co

PPM Film
PPM-Chef Dieter Klein hält an seinen Qualitätsansprüchen fest – und ist überzeugt, dass das langfristig die bessere wirtschaftliche Positionierung ist.
PPM-Chef Dieter Klein hält an seinen Qualitätsansprüchen fest – und ist überzeugt, dass das langfristig die bessere wirtschaftliche Positionierung ist.

Durch den Kauf des Fotostudios und der Fotografenagentur Weinper & Co will PPM-Chef Dieter Klein nun Bewegtbild und Fotografie aus einer Hand anbieten.

Auf den ersten Blick sieht es nach einem Anachronismus aus: In Zeiten immer kleinteiligerer Auftragsvergaben und steigender Anforderungen an das Preis-Leistungs-Verhältnis baut Dieter Klein mit seiner PPM Filmproduktion auf die große Lösung: Durch die Akquise des Fotostudios und der Fotografenagentur Weinper & Co – und das Rebranding zu PPM Fotoproduktion – will Klein nun die komplette Bildachse von Aufträgen aus einer Hand bieten, egal ob bewegt oder nicht.

Die Idee zum Einstieg sei ihm gekommen, weil „wir immer mehr diese Dreh-begleitenden Fotografien haben. Jeder Kunde sagt: ‚Lass uns bei dem Shooting mitfotografieren‘“, so Klein gegenüber HORIZONT. Schon bisher sei es dabei bei Auftraggebern „durchaus auf Wohlgefallen gestoßen“, dass PPM zum Bewegtbild auch die Fotografie mitgedacht habe. Dafür habe er nun „ein professionelles Umfeld schaffen“ wollen, statt outgesourcter Fotografen, die „sich hinten anstellen müssen“.

Die ‚PPM-Attitude‘

Ab nun soll damit auch für die Fotografie gelten, was Klein als „PPM-Attitude“ definiert: „Qualität und großzügiges Denken, und den Anspruch, dass wir das Bestmögliche machen, wenn wir einmal ‚Ja‘ gesagt haben“. Dass das für Kunden attraktiv sei, steht für ihn außer Zweifel: „Der Ruf nach Qualität ist nach wie vor gegeben. Die High-End-Produktion hat ebenso ihre Berechtigung wie der Quick-and-Dirty-Content, den wir ja auch abdecken“, so Klein mit Verweis auf seine PPM 2.0, die sich auf Bewegtbild für Web auch für kleinere Aufträge spezialisiert hat. Wobei er auch da daran glaubt, dass man mit Qualität die besten Karten hat, da inzwischen jedes Handy schöne Bilder produzieren könne und Qualität auch beim Online-Content „umso mehr im Vordergrund stehen“ müsse, um Publikum zu erreichen.

Über die auch heuer wieder mit CCA Veneres prämierten High-End-Produktionen der PPM finde zudem bei „Kunden eine gewisse Vertrauensbildung statt, auch für das Quick-and-Dirty“, ist Klein überzeugt, denn „selbst 5.000 Euro, die der Kunde ausgibt, sind heutzutage zu viel, um sie zu verlieren“.

Ja, das Geschäft sei härter geworden; darauf müsse man sich einstellen und sich danach richten. Die Lösung liege in „Flexibilität, Ideenreichtum und möglichst effizientem Arbeiten“. Freilich wäre es auch aus seiner Sicht hilfreich, wenn man sich in der „Branche gegenseitig stützen würde, damit diese Dinge, wie sie jetzt gerade laufen, so nicht möglich sind“, so Klein mit Verweis auf Dumping und Klagen über die Pitchkultur. Dem oft diskutierten Pakt in der Branche zur Einhaltung von Mindeststandards in dieser Hinsicht gibt er jedoch keine Chance: „Das wird nie funktionieren. Je größer der Druck ist, desto weniger ist das möglich.“ Er selbst halte sich jedenfalls an den Grundsatz: „Ich kaufe mir meine Arbeit nicht. Es gibt Grenzen, wo ich sage: ‚Das mach ich nicht mehr.‘“

Klein sieht das als nachhaltige wirtschaftliche Positionierung: Oft kehrten Kunden zu ihm zurück, „weil sie draufkommen, dass sie es bei uns in einem All-in-Package bekommen haben und es gar nicht so viel teurer war, weil wir dann halt nicht sagen: ‚Da noch fünf Euro und dort noch fünf Euro.‘“Und obwohl er mit der Neuaufstellung des neuen Foto-Standbeins derzeit ausgelastet ist, will Klein neue Akquisen nicht ausschließen. Interessant sei alles, wodurch man „autark wird und noch weniger abhängig von anderen: Je mehr man selber hat und macht, desto mehr kann man die Qualität kontrollieren.“

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