Peter Lammerhuber: "Hätten media.at gerne gek...
 

Peter Lammerhuber: "Hätten media.at gerne gekauft"

ÖWR/Katharina Schiffl
Peter Lammerhuber, CEO GroupM Austria hofft, "dass die Bindefrist der Gesellschafter nicht zu lange ist".
Peter Lammerhuber, CEO GroupM Austria hofft, "dass die Bindefrist der Gesellschafter nicht zu lange ist".

Gegenüber HORIZONT bestätigte der GroupM Austria CEO: "Wir haben gehofft, dass der Verkauf an Dentsu Aegis noch scheitert."

Durch ihre Übernahme durch Dentsu Aegis Network Austria Ende Juli hat media.at ihren zweiten Platz im heimischen Mediaagenturen-Markt an eben diese verloren. Mediacom ist nach wie vor Ranking-Platzhirsch, gemessen an Bruttowerbespendings. Gegenüber HORIZONT hat sich nun Peter Lammerhuber, CEO GroupM Austria, erstmals zu dem Deal geäußert – und zugegeben: "Wir hätten die media.at gerne selbst gekauft. Wir mussten es zurückziehen, weil Gefahr bestand, dass die Wettbewerbsbehörde nicht zugestimmt hätte." Weiters hätte Lammerhuber gehofft, "dass der Verkauf an Dentsu Aegis noch scheitert. Denn dann hätten wir die Chance gehabt, die Shares möglicherweise einzeln zu erwerben. So müssen wir uns nun im freien Wettbewerb um die Etats bemühen. Ich hoffe, dass die Bindefrist der Gesellschafter nicht zu lange ist." Die nunmehrigen Ex-Eigentümer der media.at hätten bereits zugesagt, ihre Etats auf gewisse Zeit in der Agentur zu belassen, wie Andreas Weiss, CEO Dentsu Aegis, HORIZONT vor kurzem bestätigte




Die GroupM-Agenturen MediaCom, Mindshare, MEC und Maxus konnten laut Focus vergangenes Jahr rund 1,01 Milliarden Euro für sich verbuchen, wovon rund 534 Millionen Euro auf MediaCom entfielen. Gemeinsam mit media.at kommt Dentsu Aegis nun auf etwa 600 Millionen Euro Bruttovolumen.

(Marlene Auer) (Red.)


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