Personelle Veränderungen und digitaler Wandel...
 

Personelle Veränderungen und digitaler Wandel: Die Ziele des ÖWR

ÖWR/Katharina Schiffl, ORF/Thomas Ramstorfer
Als ÖWR-GF will Louisa Böhringer den Herausforderungen des Digitalen Wandels „im Sinne der Selbstregulierung gerecht werden“. Der neue ÖWR-Vizepräsident Roland Weissmann (ORF) sieht den Werberat auch künftig als Sprachrohr und Kompass.
Als ÖWR-GF will Louisa Böhringer den Herausforderungen des Digitalen Wandels „im Sinne der Selbstregulierung gerecht werden“. Der neue ÖWR-Vizepräsident Roland Weissmann (ORF) sieht den Werberat auch künftig als Sprachrohr und Kompass.

Geschäftsführerin Louisa Böhringer und Vizepräsident Roland Weissmann über ihre Ziele für den ÖWR.

Dieser Artikel ist zuerst in Ausgabe Nr. 5/2018 des HORIZONT erschienen. Noch kein Abo? Hier klicken!

Das Jahr des Österreichischen Werberats ist mit personellen Veränderungen gestartet. Vergangene Woche begrüßte Präsident Michael Straberger Louisa Böhringer als neue Geschäftsführerin. Als erfahrene Werberätin löst sie Andrea Stoidl ab, die sich neuen Herausforderungen in der Selbständigkeit stellen möchte, jedoch weiterhin die Presseagenden des Werberats verantworten wird.

Roland Weissmann (langjähriges ÖWR-Vorstandsmitglied, ORF-Chefproducer Fernsehen und -Vizefinanzdirektor) übernimmt die Werberat- Vizepräsidentschaft von ORFOnlinechef Thomas Prantner. Das ORF-Vorstandsmandat geht an Beatrice Cox-Riesenfelder. Weiters neu im Vorstand: Thomas Zembacher (ÖZV), Walter Zinggl (IAA), André Eckert (iab) sowie Günter Thumser (Österr. Verband der Markenartikelindustrie).

Herausforderung: Digitaler Wandel

Böhringer arbeitet seit 2014 als selbständige Werbe- und Marketingberaterin, und zeichnete davor etwa für Marketing & Sales der Kinderstadt Minopolis sowie für die Geschäftsführung des DMVÖ verantwortlich. In ihrer neuen Funktion will sie mit dem ÖWR „weiterhin als erste Anlaufstelle für die österreichische Bevölkerung auftreten“ und mit einem transparenten, schnellen Beschwerdeverfahren punkten, wie sie HORIZONT verrät. Darüber hinaus wolle sie die aktive Verbreitung des Pro-Ethik-Siegels forcieren. Als große Herausforderung für den Werberat in den kommenden Jahren nennt Böhringer den Digitalen Wandel. Der Schnelligkeit der Kommunikation, Kurzlebigkeit der Information und der Kommunikatorenbreite gelte es im Sinne der Selbstregulierung gerecht zu werden. „Aufgrund dessen haben wir bereits erste Gespräche rund um das Thema Influencer gestartet“, so Böhringer. Man wolle mit Stakeholdern den Fokus auf ethisch-moralische Spielregeln richten und für seriöse Werbung bei Auftraggebern, Bloggern und Konsumenten sensibilisieren. Allerdings suche man für die Umsetzung noch Unterstützer.

Mitte Februar solle weiters die Qualitätsoffensive für „Digitale Werbung“ starten, konkret mit einer Arbeitsgruppe zum Thema „sicheres Werbeumfeld“, unter „aktiver Beteiligung involvierter Institutionen und Interessenvertreter“. ÖWR-Vizepräsident Roland Weissmann freut sich indes, die „sehr gute Arbeit des Werberats als Interessensplattform beziehungsweise Drehscheibe für Agenturen, Werbekunden und Medien“ fortzusetzen. Zur Zukunft des Werberats meint er gegenüber HORIZONT: „Wir leben in einer sehr schnelllebigen, lauten Zeit und das Tempo wird wohl nicht zurückgehen. Wir werden daher vermutlich künftig noch rascher reagieren müssen. Aber vielleicht ist es noch relevanter, richtig zu reagieren. Ich denke, die Aufgabe des Werberates, eine Art Kompass zu sein, wird wichtiger denn je.“

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