„Österreich darf nicht sitzen bleiben“
 

„Österreich darf nicht sitzen bleiben“

So lautet der Slogan des von Hannes Androsch initiierten „Volksbegehrens Bildungsinitiative“. Die Kampagne stammt aus der Feder von Demner, Merlicek & Bergmann.

Es ist Montagmorgen, 10 Uhr. Zahlreiche Pressevertreter haben sich heute, am 31. Jänner, im 20. Stock des Wiener Ringturms zur Pressekonferenz versammelt, zu der Hannes Androsch und Mariusz Jan Demner geladen hatten. Allein, es war nicht Androsch, der da vorn vor den Mikrofonen Platz nahm, sondern sein ehemaliger Pressesprecher Beppo Mauhart. Der Ex-Vizekanzler laboriere gerade an einer Grippe, ließ man das Publikum wissen.

Doch die Frage, die die Presse eindeutig mehr beschäftigte als die Abwesenheit Androschs war, worum es denn jetzt genau geht beim „Volksbegehren Bildungsinitiative“, das Androsch am 5. November des Vorjahres gemeinsam mit weiteren Initiatoren angekündigt hatte. Die Antwort: Zentraler Gegenstand des „Volksbegehrens Bildungsinitiative“ ist – Trommelwirbel – die Bildung. Doch da sich der Text des Volksbegehrens noch in der Finalisierungsphase befindet und erst am Donnerstag, 3.2., der Öffentlichkeit präsentiert wird, wurde auf Fragen nach den genauen Themen des „Volksbegehrens Bildungsinitiative“ nicht eingegangen. Es gehe um das umfassende Bildungsspektrum – von der Elementarpädagogik bis hin zur Erwachsenenbildung, erklärte Mauhart. Und das gehe uns alle an. So verschieden die Interessen und Wünsche einzelner Gruppen in puncto Bildung seien, so wichtig sei es, all diese in einer Bewegung zu konzentrieren, sie zu bündeln, sie in einer schlagkräftigen Plattform zu sammeln. Diese Aufgabe solle das „Volksbegehren Bildungsinitiative“ erfüllen.

Im Gegensatz zum Text des Volksbegehrens steht der Slogan der Kampagne jedenfalls schon: Mit dem Claim „Österreich darf nicht sitzen bleiben“ soll das Thema Bildung zu einem öffentlichen Anliegen gemacht werden, von dem sich alle in Österreich lebenden Menschen betroffen fühlen. Die Konzeption und Durchführung der Kampagne übernimmt die Agentur Demner, Merlicek & Bergmann, die auf viel Erfahrung hinsichtlich Kampagnen mit hoher Breitenwirkung zurückgreifen kann – Mauhart erinnerte an dieser Stelle an Slogans wie jenen der Kampagne zum EU-Beitritt „Gemeinsam oder einsam?“ beziehungsweise jene für öffentliche Anliegen wie „Lichtfahrer sind sichtbarer“ oder „Ganze Männer machen halbe-halbe“.

Im Anschluss erläuterte Demner die Eckpfeiler einer breitenwirksamen Kampagne: „Einfach“ müsse sie sein, „einfallsreich“ obendrein und schließlich „eindringlich“. Grundgedanke für die Kampagne zum „Volksbegehren Bildungsinitiative“ war die Frage: „Was kann alle mobilisieren?“ Demner: „Unser Ansatzpunkt ist: Es geht um Österreich. Nicht nur um die Bildung, sondern um uns alle, um unser Land.“ Aus diesen Überlegungen ergab sich dann der doppeldeutige Slogan: „Österreich darf nicht sitzen bleiben“. Ein Slogan, der das Bildungsthema enthält und die Bedeutung des Volksbegehrens allgemein verständlich macht. Unter diesem Motto würden sich alle wiederfinden können: Elementarpädagogen, Hochschulprofessoren, Studenten, Schüler, Vertreter der Industrie und Politik, Arbeiter, Angestellte – und schließlich ganz Österreich.

Zurzeit ist Hannes Androsch mit der Akquirierung von budgetären Mitteln beschäftigt. Demner: „Derzeit gibt es noch gar kein Budget, deshalb wird die Kampagne anfangs mithilfe sehr einfacher, unauffälliger Mittel transportiert: Online, über Social Media, Facebook et cetera.“ Je nach finanziellen Möglichkeiten sind auch Aktivitäten in TV, Radio, Print und Außenwerbung geplant. Die Homepage des „Volksbegehrens Bildungsinitiative“ ist jedenfalls unter www.nichtsitzenbleiben.at ab sofort abrufbar.    
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