Mega-Ausschreibung: Mediacom, Wavemaker und M...
 
Mega-Ausschreibung

Mediacom, Wavemaker und Media.at holen sich Regierungs-Etat

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Laut Standard bestätigt die BBG die Vergabe des Auftrags mit einem Rahmenvertrag über 180 Millionen Euro. Mediacom bestätigt: "Freuen uns über diese spannende Aufgabe"

180 Millionen Euro schwer ist der Rahmenvertrag für vier Jahre, für den die Regierung entsprechende Mediaagenturen gesucht hat - HORIZONT hat berichtet. Gesucht waren Agentur-Leistungen inklusive Mediaschaltungen "in Angelegenheiten der allgemeinen Regierungspolitik und Informationstätigkeiten der Bundesregierung (...) für öffentliche Auftraggeber in Österreich". Wert des Etats: 180 Millionen Euro für eine Laufzeit von ebenso vier Jahren. Heißt: 45 Millionen Euro pro Jahr. Laut Standard fiel der Zuschlag nun an Mediacom, Wavemaker und die Media.at. Die Bundesbeschaffung GmbH BBG bestätigte die Entscheidung laut Bericht.

Bei der GroupM, der Dachholding von Mediacom und Wavemaker, bestätigt man auf HORIZONT-Anfrage den Etatgewinn. Mediacom-CEO Omid Novidi gibt sich bedeckt, noch gebe es zum Etat-Gewinn nicht viel zu kommunizieren. Jedenfalls: "Wir freuen uns über diese spannende Aufgabe." Konkrete Beauftragungen impliziert diese Vergabe jedenfalls noch nicht. Die angesprochene Rahmenvereinbarung führt im besten Falle für die Agenturen zu entsprechenden Abrufen dieser und damit konkreten Aufgabenstellungen.

Wavemaker war schon bisher - etwa für die Schaltungen entsprechender Covid-Info-Kampagnen - zuständig, nun ist auch die größere GroupM-Schwester Mediacom an Bord. Die Media.at ist die 2017 zugekaufte Agentur der zweitgrößten Mediaagentur-Gruppe dentsu.

Offen ist weiterhin die Vergabe des Kreativ-Etats, der quasi zeitgleich mit den Media-Leistungen ausgeschrieben wurde. Von diesem abgeleitete Kreativmaßnahmen werden auch entsprechende Medialeistungen mit sich ziehen. Von Seiten der Kreativagenturen heißt es gegenüber HORIZONT, dass hier der Zuschlag noch nicht final gefallen sei. Zwischen den Zeilen ist zu vernehmen, dass der Zuschlag schon früher als in der ursprünglich genannten Kalenderwoche 22 fallen könnte.
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