Malversationen bei Marionnaud?
 

Malversationen bei Marionnaud?

Reichl und Partner bleibt Agentur der Kette.

Das Nachrichtenmagazin „profil“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, bei der Parfümeriekette Marionnaud Österreich solle es angeblich zu Unregelmäßigkeiten in den Büchern gekommen sein. Rainer Reichl, Geschäftsführer der Werbeagentur Reichl & Partner, welche die Firma Marionnaud Österreich bei der Öffentlichkeitsarbeit betreut, wies den „profil“-Bericht am vergangenen Sonntagabend zurück. Reichl bestätigte zwar laut APA einen Wechsel in der Geschäftsführung von Marionnaud Österreich; er wehrte sich allerdings zugleich gegen die Anspielung im „profil“, wonach seiner Agentur zu beachtlichen Honorarumsätzen verholfen worden sei. Reichl bezeichnete den Magazinbericht laut APA als „diffamierend“. Es sei „legitim“, dass man für eine erbrachte Leistung ein Honorar in Rechnung stellen dürfe, hielt er fest.

Zum Wechsel in der Marionnaud-Geschäftsführung ließ Reichl wissen: „Der Grund hierfür liegt laut Marionnaud Autriche in der unterschiedlichen Auffassung über die strategische Ausrichtung des Unternehmens.“ Mehr wolle die Parfümeriekette dazu vorläufig nicht verlautbaren. Laut William Koeberle, CEO der Marionnaud Group, bleibe Reichl und Partner allerdings "unsere betreuende Agentur, der wir nach wie vor unser vollstes Vertrauen schenken".


Marionnaud Österreich ist laut APA Teil der französischen Marionnaud Parfumerie SA, die wiederum im Einflussbereich des Hongkonger Mischkonzerns Hutchinson Whampoa steht, der hierzulande auch beim Mobilfunkanbieter 3 engagiert ist. In den Hundert österreichischen Marionnaud-Filialen würden rund 600 Mitarbeiter arbeiten. Die Kette kommt laut APA nach eigenen Angaben auf einen Marktanteil von 22 Prozent. 2006 und 2007 seien rote Zahlen geschrieben worden. Aktuellere Zahlen lägen nicht vor.

(Quelle: APA)
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